Wohneigentum: IVD fordert Eigentumsförderung

Die Sondierungsgespräche zwischen Union, FDP und Grünen befinden sich derzeit auf der Zielgeraden, doch besonders bei der Wohnungspolitik bestehen noch Meinungsverschiedenheiten. Darunter könnte auch die im Wahlkampf versprochene Eigentumsförderung leiden.

Wohneigentum
Ein Mangel an Eigenkapital und staatlicher Förderung hält viele Familien vom Eigentumserwerb ab.

Während des Wahlkampfes im Vorfeld der Bundestagswahl im September wurde den Wählern von vielen Parteien größere Unterstützung beim Erwerb von Wohneigentum zugesagt. Diese Versprechen sind nun auch Thema der Sondierungsgespräche.

„Wer im Wahlkampf Unterstützung für diejenigen zugesagt hat, die Eigentum erwerben wollen, darf jetzt nicht so tun, als wäre nichts gewesen. Eigentumsförderung darf nicht auf den Sankt Nimmerleinstag vertagt werden“, sagt Jürgen Michael Schick, Präsident des IVD Immobilienverband Deutschland.

Vermögensaufbau muss gefördert werden

Zwei zentrale Wahlkampfversprechen seien die Einführung von Freibeträgen für den Ersterwerb selbst genutzter Immobilien und das Baukindergeld gewesen.

Diese Maßnahmen haben laut IVD das Potenzial, die Hemmschwellen vieler Haushalte zum Eigentumserwerb zu senken. Besonders Schwellenhaushalten fehle es an Eigenkapital für den Wohnungskauf, selbst wenn Zins und Tilgung bewältigt werden könnten.

In diesem Zusammenhang betont Schick die Vorteile von Wohneigentum: „Selbst genutztes Wohneigentum ist langfristig das beste Mittel gegen Verschuldung und für eine nachhaltige Altersvorsorge. Gerade mit Blick auf die rasant steigende Zahl der Grundsicherungsbedürftige muss die Politik jetzt handeln.“

Wähler befürworten Förderung

Die voraussichtliche Regierungskoalition aus Union, FDP und Grünen habe bezüglich der Eigentumsförderung auch die Unterstützung der Wähler.

„Eine sichere Mehrheit der Wähler der Jamaika-Koalition ist bereits Wohneigentümer oder spielt mit dem Gedanken, Eigentum zu erwerben“, erklärt Schick.

Einer Allensbach-Umfrage im Auftrag des IVD zufolge besitzen 79 Prozent der Unionswähler bereits Wohneigentum oder denken über den Kauf nach, während es bei der FDP sogar 89 Prozent und bei den Grünen immerhin 65 Prozent sind.

Aus diesem Grund meint Schick: „Eine glaubwürdige Regierungskoalition täte gut daran, auch den Willen ihrer Wähler in ihrem Koalitionsvertrag wiederzugeben.“  (bm)

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