EZB: Kreditnachfrage in der Eurozone steigt weiter

In der Eurozone ist die Nachfrage nach Bankkrediten nach Angaben der Europäischen Zentralbank (EZB) in den Sommermonaten weiter gestiegen. Dies betrifft auch Immobiliendarlehen. Die Banken haben demnach die Standards für die Kreditvergabe gelockert.

Unternehmen und Privatpersonen nehmen mehr Kredite auf.

s geht aus einer am Montagabend veröffentlichten Umfrage der Europäischen Zentralbank (EZB) hervor. Demnach lag die Nachfrage sowohl nach Unternehmens- als auch Verbraucher- und Hausbaukrediten im dritten Quartal höher als in den drei Monaten zuvor.

Die Notenbank nennt mehrere Gründe für die Entwicklung, darunter das generell niedrige Zinsniveau und Firmenübernahmen. Auch in den Quartalen zuvor war eine steigende Nachfrage festgestellt worden.

Standards für Kreditvergabe gelockert

Während die Nachfrage nach neuen Krediten weiter zulegte, haben die Banken laut der Umfrage in den Monaten Juli bis September die Standards für die Kreditvergabe gelockert. Als Ursachen wurden der Konkurrenzdruck in der Bankenbranche und die allgemein gute konjunkturelle Lage genannt.

Wie die EZB weiter mitteilte, hätten sich die Standards der Kreditvergabe in allen führenden Volkswirtschaften des Währungsraums gelockert, darunter auch in Deutschland. Eine Ausnahme bildete allerdings Frankreich. Hier habe es bei den Standards im dritten Quartal keine Veränderung gegeben.

Mit Blick auf das vierte Quartal gehen die von der EZB befragten Banken davon aus, dass sich die Standards für die Kreditvergabe an Unternehmen kaum verändern werden. Die Ergebnisse basieren auf dem „Bank Lending Survey“. Das ist eine regelmäßige Umfrage, die viermal im Jahr durchgeführt wird. An der aktuellen Umfrage haben sich 147 Banken beteiligt. (dpa-AFX)

Foto: Shutterstock

 

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