4. April 2018, 14:43
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Transparenzregister: Immobilienfirmen drohen Bußgelder

Mögliche Verstöße gegen das im vergangenen Jahr neugefasste Geldwäschegesetz (GwG) könnten für eine Reihe von Immobilienfirmen zu Bußgeldverfahren führen. Das berichtet das Magazin stern in seiner am Donnerstag erscheinenden Ausgabe.

Transparenzregister: Immobilienfirmen drohen Bußgelder

Der stern forderte Einsicht in das Transparenzregister für insgesamt 20 verschiedene Firmen.

Laut stern haben Firmen wie die Berliner Intown-Gruppe möglicherweise die Pflicht zur Offenlegung ihrer Eigentümer in einem neuen staatlichen Transparenzregister missachtet.

Nach Recherchen des Magazins habe die Intown Property Management GmbH keine sogenannten wirtschaftlich Berechtigten gegenüber dem Register angegeben und schon im Handelsregister nur Firmen auf Zypern, anstatt natürlicher Personen, aufgeführt.

Auf ähnliche Weise fehlen die Angaben im Transparenzregister auch für eine mit Intown verbundene, weitere Berliner Firma, die den zwangsgeräumten Hannibal-Komplex in Dortmund kontrolliere.

Natürliche Personen müssen angegeben werden

Sascha Hettrich, Geschäftsführer von Intown, habe dem stern gesagt, dass “natürliche Personen im Ausland” aus seiner Sicht nicht im Transparenzregister angegeben werden müssen. Dem widersprechen Angaben des Bundesverwaltungsamts, nach denen Eigentümer im Ausland sehr wohl angegeben werden müssen.

Auch im Falle einer weiteren Firma wolle das Amt prüfen, ob “ein förmliches Ermittlungsverfahren eingeleitet” werden müsse. Es gehe dabei um die Pappelallee Potsdam Projektgesellschaft mbH & Co. KG.

Diese habe nach Vorstößen des Linken-Politikers Gregor Gysi eine Baugenehmigung für ein größeres Areal in Potsdam erlangt, jedoch sei bei ihr unklar, wer hinter ihrer in der Schweiz registrierten Mutterfirma verborgen sei.

Gysi verwies stern zufolge darauf, dass er hier nur für eine dritte Firma tätig geworden sei, die als “Dienstleister” fungiert habe.

Anträge für diverse Firmen

Das Magazin stellte für insgesamt 20 Firmen, deren Eigentumsverhältnisse unklar schienen, Anträge auf Einsicht in das Transparenzregister. Ein wirtschaftlich Berechtigter sei jedoch nur in einem Fall eingetragen gewesen.

Dies betreffe den iranisch-stämmigen Briten Farhad Ardavan Moshiri, der 95 Prozent einer Firma kontrolliere, der ein von der Corestate-Gruppe betriebenes Apartmenthaus für Studenten in Berlin gehört.

Die Corestate-Gruppe sei weithin dafür bekannt, dass der ehemalige Bundespräsident Christian Wulff bei ihr als sogenannter Senior Advisor beschäftigt sei. (bm)

Foto: Shutterstock

 

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