Anzeige
19. September 2018, 10:12
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Verdi fordert größere Rolle des Staates beim Wohnungsbau

Zwei Tage vor dem Wohngipfel im Kanzleramt fordert die Gewerkschaft Verdi eine “wohnungspolitische Kehrtwende”. Das teilte Verdi-Chef Frank Bsirske der Deutschen Presse-Agentur (dpa) mit.

Ver.di fordert größere Rolle des Staates beim Wohnungsbau

Aus Sicht des Verdi-Chefs sollte der soziale Wohnungsbau eine zentrale Rolle in der Wohnpolitik spielen.

“Wir müssen hinkommen zu einer wieder stärkeren Rolle der öffentlichen Hand bei der Gewährleistung bezahlbaren Wohnraums”, so Bsirske. “Öffentliche, genossenschaftliche und gemeinnützige Wohnungsunternehmen müssen eine zentrale Rolle in der Wohnungsversorgung spielen.”

Baukindergeld ist nicht zielführend

Konkret verlangte Bsirske eine strengere Regulierung der Wohnungsmärkte und der Mietpreise. Es müsse deutlich mehr bezahlbarer Wohnraums entstehen.

Vorhaben der großen Koalition wie verbesserte Abschreibungsmöglichkeiten beim Wohnungsbau oder das Baukindergeld seien hingegen “teuer und für die Bewältigung des Mangels an bezahlbarem Wohnraum nicht zielführend”.

Eine entscheidende Rolle sollte aus Sicht Bsirskes der soziale Wohnungsbau spielen. Die Zahl der Sozialwohnungen sinkt seit Jahren, weil Wohnungen aus der Preis- und Mieterbindung herausfallen.

Mehr Verwaltungspersonal nötig

“Wir brauchen eine dauerhafte, zweckgebundene Bundesförderung des Sozialen Wohnungsbaus, wie die Bundesregierung sie richtigerweise anstrebt”, sagte Bsirske. Bis 2021 sind hier zwei Milliarden an Bundesmitteln eingeplant.

Um den Wohnungsbau anzukurbeln sei aber auch mehr Personal bei den Behörden nötig, unterstrich Bsirske: “Zwischen 1991 und 2010 wurde in den Kommunalverwaltungen jede dritte Stelle abgebaut, die sich mit der Planung und Durchführung von Infrastrukturmaßnahmen befasst.”

Bis 2015 sei die Beschäftigtenzahl dann erneut um knapp neun Prozent zurückgegangen. Vor diesem Hintergrund sei das Personal in den öffentlichen Bauverwaltungen dringend wieder aufzustocken. (dpa-AFX)

Foto: Shutterstock

 

Mehr Beiträge zum Thema Wohnpolitik:

Wohnpolitik: “Angebotslücke schließen”

Jetzt geschenktes Geld zum Bauen beantragen

ZIA: Pläne für Bestellerprinzip setzen einen falschen Fokus

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 01/2019

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Fonds Finanz – Robotik – Moderne Klassik – Finanzanalyse

Ab dem 18. Dezember im Handel.

Cash. 12/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Goldfonds – Rock’n’Roll – Fondspolicen – Nachrangdarlehen

Versicherungen

Grundrente wird offensichtlich konkreter

Bundesarbeitsminister Hubertus Heil plant eine Grundrente für Geringverdiener. Erste Präzisierungen wurden jetzt bekannt. 

mehr ...

Immobilien

Extremer Schnee und Wind: So hält das Haus stand

Ob der extreme Sommer 2018 mit außergewöhnlich starken Gewittern und Stürmen, oder der heftige Wintereinbruch in Süddeutschland und Österreich zum Jahresanfang 2019 – die Angst vor Unwetterschäden am eigenen Haus wächst. Was Eigentümer tun sollten.

mehr ...

Investmentfonds

Absolute-Return: “Volatilität ist an sich nichts schlechtes”

Steigende Volatilität allein ist noch kein Grund, in Absolute-Return-Strategien zu investieren. Über die Stärken und Schwächen der Assetklasse sprach Cash. mit Claudia Röring, Leiterin Produktmanagement bei Lupus alpha.

mehr ...

Berater

Rankel: Mit Social Media Kunden gewinnen

Jeder zweite Facebook-Account eines Maklers ist inaktiv. Das zeigt: Viele Berater nehmen sich zwar vor, über Social Media Kunden zu gewinnen. Doch sie wissen nicht wie.

Die Rankel-Kolumne

mehr ...

Sachwertanlagen

Solar-Emission in Schwierigkeiten

Die te Solar Sprint IV GmbH & Co. KG warnt davor, dass sich gegenüber den Anlegern ihrer Nachrangdarlehen die Erfüllung der Verpflichtungen auf Zins- und Rückzahlung verschiebt. Es bestehe die Gefahr des Ausfalls von Forderungen gegenüber Projektgesellschaften.

mehr ...

Recht

Incentives – so bleiben sie steuerfrei

Viele Unternehmen sichern ihre Mitarbeiter mit sogenannten Zukunftssicherungsleistungen gegen allerlei Ungemach ab. Damit solche Gehaltsextras auch steuerfrei bleiben, kommt es auf die richtige vertragliche Gestaltung an.

mehr ...