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24. März 2014, 08:30
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“Aktien gegen finanzielle Repression”

Mathias Müller leitet in Deutschland das Geschäft mit Privatkunden bei Allianz Global Investors und setzt angesichts herausfordernder Kapitalmärkte dabei insbesondere auf Multi-Asset-Fonds.

Asset

Mathias Müller, Allianz Global Investors, empfiehlt Produkte mit Risikomanagement.

Cash.: Viele Aktienmärkte rund um den Globus haussieren, insbesondere in den Industriestaaten. Eine Blaupause für die Zukunft?

Müller: Wir bewegen uns nach wie vor in einem Umfeld der finanziellen Repression – Kaufkraftverlust des Kapitals durch niedrige Zinsen und hohe Inflation – und gehen davon aus, dass dies noch längere Zeit, möglicherweise jahrelang, so bleiben wird.

Dies spricht eindeutig für Aktienmärkte sowie Unternehmen mit starken Geschäftsmodellen und soliden Bilanzen, die Geld verdienen und dies zum Beispiel über Dividenden an ihre Anleger ausschütten.

Zudem erwarten wir dieses Jahr eine globale – wenn auch moderate – Konjunkturerholung. Dies gilt auch für die Eurozone, die nach einigen schwierigen Jahren auf den Wachstumspfad zurückkehrt. Selbst für die Schwellenländer sind wir optimistischer gestimmt als viele andere Marktteilnehmer.

Nachdem diese lange Zeit recht undifferenziert “in” waren, ist die Stimmung zuletzt aufgrund der Kursrückschläge und verschiedener Krisen umgeschlagen. In Summe erwarten wir daher für 2014 moderate Kursgewinne auf Aktien, es gilt allerdings mehr denn je, differenziert zu investieren und aktiv zu managen.

Welche Rolle spielt das Tapering in den USA und werden die Anleihekäufe 2014 komplett gestoppt?

Zurückschauend wurde bislang mehr über das Tapering gesprochen als gehandelt. Und unter der neuen Fed-Chefin Janet Yellen ist kein aggressives Zurückfahren der Anleihekäufe zu erwarten. Zusammen mit anhaltend niedrigen Zinsen bedeutet dies, dass weiter viel Liquidität in die Finanzmärkte fließen wird.

Sie erwarten also keine steigenden Leitzinsen in den Industriestaaten?

Die großen Zentralbanken – vor allem die US-Fed und die Europäische Zentralbank – fahren derzeit einen Kurs des “Lieber zu spät als zu früh”-Agierens. Dieses Jahr sind keine Zinserhöhungsschritte zu erwarten. In den USA rechnen wir hiermit erst im späteren Verlauf des nächsten Jahres, in der Eurozone dürfte es sogar noch später sein.

Warum sollen Multi-Asset-Lösungen der richtige Weg für private Anleger sein?

Es gibt drei Gründe: Multi Asset ist Vermögensverwaltung für jedermann. Schaut man sich die Wertentwicklung der verschiedenen Anlageklassen in den letzten zehn bis fünfzehn Jahren an, so zeigt sich ein regelmäßiger Favoritenwechsel. Mehrfach waren die Sieger des einen die Verlierer des folgenden Jahres.

Seite zwei: Vabanque-Spiel, nur auf eine Assetklasse zu setzen

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