22. Dezember 2016, 08:41
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Gold im neuen Jahr: Ein hohes Maß an Spannung garantiert

Nach der diesjährigen Achterbahnfahrt des Goldpreises fragen sich viele Anleger, wie sich wohl der Krisen- und Inflationsschutz im kommenden Jahr entwickeln wird. Eines sollte dabei relativ sicher sein – Langeweile dürfte an den Goldmärkten nicht aufkommen.

Gastbeitrag von Robert Hartmann, pro aurum

Goldpreis

“Neben den politischen Risiken in Europa und in den USA sollten Anleger aber auch die Entwicklungen in Indien und China genau im Auge behalten.”

Dafür scheint die Gemengelage einfach nicht geschaffen zu sein, schließlich leben wir derzeit alles andere als in einer “heilen Finanzwelt” – Risiken sind zahlreich vorhanden und nicht zu übersehen.

So wurde zum Beispiel der Brexit bislang lediglich angekündigt, vollzogen wurde der EU-Austritt Großbritanniens hingegen noch nicht. Wie die Konditionen aussehen werden, ist daher völlig offen. Dies birgt – sowohl für Großbritannien als auch für die Eurozone – erhebliches Risikopotenzial.

Belastungsfaktoren en masse

Aber man kann noch weitere potenzielle Risiken ausmachen. So droht beispielsweise nach dem Rücktritt von Matteo Renzi auch in Italien Ungemach.

Italiens Banken haben ein Riesenproblem und sitzen auf faulen Krediten in Höhe von ungefähr 360 Milliarden Euro. Die Target2-Verbindlichkeiten gegenüber Deutschland haben erneut Rekordhöhen erreicht. Fundamental hat sich also bislang nichts zum Besseren gewendet. Mein Fazit lautet daher: Neue Köpfe – alte Probleme!

Doch damit nicht genug. So ist davon auszugehen, dass die Menschen in den Niederlanden und in Frankreich von der aktuell regierenden politischen Elite die Nase voll haben.

Ein Wahlsieg von Geert Wilders im März kann nicht ausgeschlossen werden, während der Front National in Frankreich eher verlieren dürfte. Und auch die Bundestagswahl im Herbst verspricht spannend zu werden. Die Spekulationen rund um die Wahlen könnten dem Euro durchaus schaden. Kurse unterhalb der Parität zum US-Dollar sind für 2017 daher nicht auszuschließen.

Außerdem wird sich jenseits des Atlantiks im kommenden Jahr zeigen, ob die von Investoren verteilten Vorschusslorbeeren nach dem Wahlsieg von Donald Trump gerechtfertigt oder eher übertrieben waren.

Nur zur Erinnerung: Der politisch unerfahrene und tendenziell unberechenbare Newcomer Trump wird erst am 20. Januar sein Amt antreten. Dann wird es für ihn, seine Regierungsmannschaft und den Rest der Welt ernst.

Seite zwei: Comeback der Inflation wahrscheinlich

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