Zeit für die Defensive?

„Ist es Zeit, das Portfolio defensiver aufzustellen? Das kann ich mit einem ganz klaren Jain beantworten“, schloss Galler. Noch würden global die positiven Wachstumsimpulse überwiegen, der Konsum und die Kreditnachfrage das Wachstum in Europa stützen und die meisten Schwellenländer seien solide. Doch würde zu den politischen Risiken hinzukommen, dass der Zyklus schon nah an seinem Ende sei.

„Niedrigzinsumfeld bleibt stetiger Begleiter“

Tanzmeister konzentrierte sich auf die niedrigen Zinsen als Herausforderung für Multi-Asset-Fonds. Seinen Vortrag beendete er mit den Worten: „Das Niedrigzinsumfeld in Europa wird ein stetiger Begleiter bleiben.“

Es sei deshalb wichtig, dass die Assetklasse flexibler werde, in mehr Anlageklassen investiere und nach Diversifikationsquellen jenseits von Aktien und Anleihen suche. Als Beispiel nannte Tanzmeister den Volatilitätsindex Vix, der stark negativ mit dem MSCI World korreliert sei.

Auch für die USA sei das Bild zwar eingetrübt, aber noch immer überwiegend positiv. Der aktuelle Wirtschaftszyklus wird noch bis 2020 anhalten, ist Anders überzeugt. Nächstes Jahr werde die Wirtschaft um 2,3 Prozent wachsen die Unternehmensgewinne hätten noch Potenzial und auch das durchschnittliche Kurs-Gewinn-Verhältnis des S&P 500 sei nur leicht über seinem 25-Jahres-Durchschnitt. (kl)

Foto: J.P.Morgan

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