Anzeige
12. März 2018, 11:04
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

DWS-Börsengang: Deutsche Bank hofft auf bis zu 1,8 Milliarden Euro

Der Börsengang des Vermögensverwalters DWS wird der Deutschen Bank bis zu 1,8 Milliarden Euro in die Kasse spülen. Ein guter Teil des Geldes kommt vom größten japanischen Lebensversicherer Nippon Life.

DWS-Börsengang: Deutsche Bank hofft auf bis zu 1,8 Milliarden Euro

Der Börsengang wird im geregelten Markt der Frankfurter Wertpapierbörse stattfinden, dem sogenannten Prime Standard.

Der Versicherer habe sich verpflichtet, fünf Prozent der DWS-Anteile zum Platzierungspreis zu erwerben, teilte der Dax-Konzern mit. Erster Handelstag soll der 23. März 2018 sein.

Die Aktie der Deutschen Bank stieg im frühen Handel am Montag gut ein Prozent. Investoren begrüßen es, dass Bankchef John Cryan ein wichtiges Etappenziel bei der Neuaufstellung des verlustreichen Geldhauses erreicht hat.

Die Deutsche Bank will zunächst 40 Millionen Aktien oder 20 Prozent der DWS-Anteile über die Börse an den Markt geben. Der Preis soll sich in einer Spanne von 30 bis 36 Euro je Aktie bewegen.

Deutsche Bank bleibt Mehrheitseigentümer

Sollte die Nachfrage nach den Papieren besonders groß sein, behält sich die Deutsche Bank vor, weitere zehn Millionen Aktien oder fünf Prozent der DWS-Anteile zu platzieren, wie das Geldhaus am Sonntagabend in Frankfurt mitteilte.

Die DWS soll durch die Loslösung wendiger werden und die Deutsche Bank um ein paar Milliarden reicher. Über Nippon Life als Ankerinvestor war bereits im Vorfeld spekuliert worden. Zwischenzeitlich war von einem Anteil von bis zu zehn Prozent die Rede.

Die Mehrheit der Anteile soll aber bis auf Weiteres bei der Deutschen Bank verbleiben. Auch durch die gewählte Rechtsform und die Besetzung des Aufsichtsrats will Deutschlands größtes Geldhaus sicherstellen, dass es weiter das Sagen hat: Die DWS wird als Kommanditgesellschaft auf Aktien (KGaA) firmieren.

Karl von Rohr übernimmt Aufsichtsratsvorsitz

Bei dieser Rechtsform werden bestimmte wichtige Entscheidungen nicht von der Hauptversammlung getroffen, sondern vom persönlich haftenden Gesellschafter – in diesem Fall also von der Deutschen Bank. Den Aufsichtsratsvorsitz wird Deutsche-Bank-Vorstand Karl von Rohr übernehmen.

Die DWS, die bis vor kurzem noch Deutsche Asset Management hieß, gehört zu den größten Vermögensverwaltern in Europa. In Deutschland ist sie einem breiten Publikum vor allem über ihre Fonds bekannt.

Die Gesellschaft verwaltet Vermögen von rund 700 Milliarden Euro und verdiente im vergangenen Jahr vor Steuern 725 Millionen Euro.

Hohe Dividenden für Aktionäre geplant

Der Börsengang wird im geregelten Markt der Frankfurter Wertpapierbörse stattfinden, dem sogenannten Prime Standard. Dies ermöglicht der DWS später den Aufstieg in einen Index der Dax-Familie. Sie gilt als heißer Kandidat für den MDax der mittelgroßen Konzerne.

Die künftigen Aktionäre – und auch die Deutsche Bank selbst – sollen am geschäftlichen Abschneiden durch hohe Dividenden teilhaben. Der Plan ist, 65 bis 75 Prozent des Nettoergebnisses auszuschütten. (dpa-AFX)

Foto: Shutterstock

 

Mehr Beiträge zum Thema

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 09/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

PKV – Nachhaltige Geldanlage – Wohnen auf Zeit – Hitliste der Maklerpools

Ab dem 16. August im Handel.

Special Investmentfonds

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Nachhaltig anlegen: Mehr Rendite mit gutem Gewissen
Gewinne im Fokus: Die besten Dividenden-Fonds

Versicherungen

MyBusinessApp: HDI standardisiert Antragsprozess für Firmen-versicherungen

Angebotsanfragen für Firmenversicherungen kosten Makler viel Zeit. Zahlreiche Prozessschritte, komplexe Risikofragebögen. Dazu kommen immer wieder Rückfragen der gewählten Anbieter. Hier setzt die MyBusinessApp von HDI an. Sie standardisiert und vereinfacht Datenerhebung wie Anfrageprozess. Egal bei welchem Versicherer.

mehr ...

Immobilien

Aareal Bank: Neugeschäft läuft besser als erwartet

Ein überraschend gutes Neugeschäft stimmt die Aareal Bank weiter optimistisch. Für das laufende Jahr rechnet der im M-Dax notierte Finanzierer gewerblicher Immobilien weiterhin mit einem Betriebsergebnis zwischen 260 und 300 Millionen Euro. Von der Türkei-Krise sieht sich das Institut nur wenig betroffen.

mehr ...

Investmentfonds

Deutsche Wirtschaft wächst weiter

Wirtschaftswachstum trotz schwacher Exporte; die Konjunktur Deutschlands entwickelte sich im zweiten Quartal überraschend gut. Das liege nicht nur am hohen privaten Konsum und Unternehmensinvestitionen. Für das Gesamtjahr 2018 ist die Prognose jedoch weniger positiv als die Entwicklung des ersten Halbjahres.

mehr ...

Berater

Bankberater genießen hohes Vertrauen

Junge Bundesbürger zeigen beim Thema Geldanlage trotz Online-Affinität und großem Informationsangebot im Internet ein starkes Bedürfnis nach persönlicher Beratung. Zu diesem Ergebnis kommt eine Postbank-Studie, für die 3.100 Personen befragt wurden.

mehr ...

Sachwertanlagen

Corestate hält nach weiteren Asset Managern Ausschau

Die Corestate Capital Holding, die Mitte 2017 den Fondsanbieter Hannover Leasing übernommen hat, ist im ersten Halbjahr 2018 kräftig gewachsen – und sieht sich nach weiteren Akquisitionen um.

mehr ...

Recht

Bauern müssen bei Rentenbeginn Hof nicht abgeben

Landwirte dürfen vom Staat nicht dazu verpflichtet werden, bei Renteneintritt ihren Hof abzugeben. Dies sei verfassungswidrig, entschied das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe in einem am Donnerstag veröffentlichten Beschluss vom 23. Mai über zwei Verfassungsbeschwerden.

mehr ...