10. April 2018, 10:27
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Zinssätze manipuliert – Ex-Banker vor Gericht in London

Die Referenzzinssätze geben an, zu welchen Konditionen sich Banken untereinander Geld leihen. Sie sind Maßstab für Geschäfte in Billionenhöhe – vom Baukredit bis zu Derivate-Geschäften.

Auch der für Geschäfte in Dollar wichtige Zinssatz Libor wurde manipuliert. Die Deutsche Bank einigte sich 2015 mit Behörden in den USA und Großbritannien auf eine Rekordbuße von 2,5 Milliarden US-Dollar.

Die Angeklagten konnten die Zinssätze fast ohne Kontrolle festlegen. Denn statt realer Daten – also Kosten von tatsächlichen – waren Umfragen Grundlage der Berechnung: Händler schätzten, zu welchem Zins sich ihr Haus von anderen Banken Geld leihen könnte.

Deutsche Bank selbst ist nicht beschuldigt

In einer eigenen Untersuchung war die Deutsche Bank 2015 zu dem Ergebnis gekommen, dass “kein gegenwärtiges oder ehemaliges Vorstandsmitglied Kenntnis über das Fehlverhalten im Handelsbereich hatte oder daran beteiligt war”.

Allerdings sah sich die Bank gezwungen, interne Abläufe und Aufsichtsmechanismen zu verschärfen. In dem aktuellen Prozess ist die Deutsche Bank selbst nicht beschuldigt. (dpa-AFX)

Foto: Shutterstock

 

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