Vertriebsrückgang in der Lebensversicherung

Der Absatz im Bereich Lebensversicherung ist bei den größten deutschen Finanzvertrieben rückläufig, so das Ergebnis einer aktuellen Studie des Kölner Marktforschungsinstituts YouGov. Die Zufriedenheit der Vermittler mit den Lebens- und Rentenversicherern ist demnach jedoch nicht eingebrochen.

Trotz eines aktuellen Vertriebsrückgangs in der Lebensversicherung sind die Finanzvermittler weiterhin mit den Produktanbietern zufrieden.

Für die Studie „Erfolgsfaktoren im Finanzvertrieb 2014“ hat das Marktforschungs- und Beratungsinstitut YouGov 182 Vermittler der sechs Finanzvertriebe im deutschen Privatkundenmarkt (Bonnfinanz, DVAG, MLP, OVB, Swiss Life Select und Telis Finanz) im Zeitraum vom 1. April bis 3. Mai 2014 befragt.

Insgesamt stellen die befragten Finanz- und Versicherungsvermittler den Produkte von Finanzvertrieben im Privatkundenmarkt auch in diesem Jahr weiterhin ein positives Zeugnis aus, so die Studie. Bezüglich der Qualität konnte sich diese demnach im Vergleich zum Vorjahr über alle Produkte und Vertriebe hinweg konstant auf 83 Prozent Begeisterungsanteile halten.

Aachen Münchener überzeugt beim Kundenservice

Insbesondere die Aachen Münchener, Allianz und Canada Life (in alphabetischer Reihenfolge) werden von den Vermittlern aller Finanzvertriebe gelobt. Wie bereits im Vorjahr wird die Alte Leipziger demnach auch wegen ihrer wettbewerbsfähigen Produkte und die Aachen Münchener wegen ihres Kundenservices besonders positiv bewertet.

Im Bereich der Kompositversicherungen stechen der Studie zufolge insgesamt Aachen Münchener, Gothaer und Hanse Merkur hervor. In der Sparte Krankenversicherung liegen demnach Barmenia, Deutscher Ring und Hallesche vorn. Unter den Fondsgesellschaften überzeugen C-Quadrat, Deutsche Bank und DWS Investment die befragten Finanzvermittler am meisten.

Absatz im Leben- und Krankenbereich rückgängig 

Der Vertriebserfolg der Vermittler sei insgesamt zwar nur leicht schwächer als im Vorjahr, jedoch mit teils deutlichen Veränderungen in den Vermittlungsschwerpunkten, heißt es in der Studie. Während der Absatz in der Kranken- und Lebensversicherung demnach rückläufig ist, ist eine gegenteilige Entwicklung in der Kompositsparte zu verzeichnen. Hier zeige sich der positive Trend insbesondere bei der Kfz-Versicherung.

Auch im Vertrieb von Unfall-, Sach- und Haftpflichtversicherungen ist der Befragung zufolge ein Zuwachs zu erkennen. Rückläufig sei hingegen die Vermittlung von Fonds- und Investmentprodukten. (jb)

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Foto: Shutterstock

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