LV-Reform: „Jeder Vertriebskanal ist betroffen“

Dem Versicherungsvertrieb stehen weitreichende Veränderungen bevor. Cash. sprach mit Jürgen Riemer, Vorstand der Vertriebsservice-Gesellschaft Maklermanagement.ag über die Auswirkungen des LVRG auf die Provisionssysteme und die Möglichkeiten für Makler, sich auf die neue Zeit einzustellen.

Jürgen Riemer, Maklermanagement.ag: „Makler müssen sich grundsätzlich flexibler aufstellen und umdenken.“

Cash.: Wie werden die Lebensversicherer vor dem Hintergrund der Lebensversicherungsreform und der damit verbundenen Absenkung des Höchstzillmerungssatzes aller Voraussicht nach ihr künftiges Provisionsmodell ausrichten?

Riemer: Es wird künftig nicht das eine Vergütungsmodell sondern einen Mix aus verschiedenen Modellen geben. Die Gesellschaften werden unterschiedliche Schwerpunkte setzen. Es wird diskutiert, dass es zunächst moderate Anpassungen geben soll, größere Einschnitte werden erst ab 2016 erwartet.

Grundsätzlich fragen wir uns, ob Vertriebe und kleine, mittelständische Maklerbetriebe größere Einschnitte bei der Abschlussvergütung ohne Übergangsphase verkraften können. Aus meiner Sicht sind zahlreiche Vermittler auf eine Abschlussvergütung angewiesen.

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Eine Umstellung allein auf laufende Bestandsprovisionen kann ich mir eher bei Maklern mit einem Geschäftsschwerpunkt im Kompositbereich vorstellen. Dort gibt es in der Regel höhere Vergütungen aus den Beständen.

Wie geht Ihr Haus mit dieser Herausforderung um?

Das Ziel der Maklermanagement. ag ist es, die Veränderungen für den Makler möglichst gering und kalkulierbar zu halten. Wir werden mit unseren Vertriebspartnern individuelle Lösungen für die nächsten Jahre besprechen. Wir wollen individuelle Regelungen mit verlässlichen und stabilen Vereinbarungen treffen.

Welche Folgen hätte ein Umbau der Provisionssysteme insbesondere für Makler?

Makler müssen sich grundsätzlich flexibler aufstellen, umdenken und sich mit alternativen Lösungen vertraut machen, um auf mögliche weitere Einschnitte vorbereitet zu sein. Ein alleiniges Festhalten an der bisherigen Praxis führt in die Sackgasse.

Seite zwei: „Größere Versorgungen von Unternehmern über Honorarmodell abwickeln“

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