Anzeige
Anzeige
25. März 2014, 10:50
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

PKV: Vorsorge für Gesundheit bleibt schwierig

Morgen will die Bundesregierung beschließen, den Einheitsbeitrag von 15,5 Prozent in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) zum 1. Januar 2015 abzuschaffen. So manche Kasse wird die Beiträge daraufhin erhöhen. Ob die private Krankenversicherung (PKV) von der Reform profitiert, ist aber keineswegs sicher.

Laue-debeka in PKV: Vorsorge für Gesundheit bleibt schwierig

Uwe Laue, Vorsitzender des PKV-Verbands: “Der fatale Trend der letzten Jahre
in Richtung Einheitskasse und Staatsmedizin muss gebrochen werden.”

Mit der Bundestagswahl war zumindest das Gespenst der Bürgerversicherung nach dem Muster von Rot/Grün vom Tisch. Damit kann die private Krankenversicherung (PKV) weiterhin Neugeschäft betreiben und hat eine existenzielle Baustelle weniger.

PKV Spielball der Politik

Zu tun bleibt dennoch genug, denn die PKV bleibt ein Spielball der Politik, die immer wieder nach den Alterungsrückstellungen schielt, die 2012 um 12,15 Milliarden auf über 181 Milliarden Euro angewachsen sind.

Diese Rückstellungen sind die Garantie für bezahlbare Beiträge im Alter und der Wettbewerbsvorteil schlechthin gegenüber der umlagefinanzierten gesetzlichen Krankenversicherung (GKV).

Bis zum Sommer sollen zwar erst einmal Gesetzesentwürfe zur Pflegereform und zur Finanzierung der Krankenkassen vorliegen. So wird wohl die ungeliebte Zusatzpauschale, die klamme Krankenkassen bislang erheben durften, wieder abgeschafft. Ab 2015 könnte die GKV auch wieder kassenindividuelle Beitragssätze festlegen.

Zickzack-Kurs in den letzten 20 Jahren

Ob es aber billiger als jetzt mit 15,5 Prozent Einheitsbeitragssatz wird, darf bezweifelt werden. Die gute Konjunktur hatte Besserverdienern in der GKV schon jetzt höhere Beiträge aufgebürdet, stieg doch die Beitragsbemessungsgrenze zum 1. Januar 2014 um 112,50 Euro auf 4.050 Euro pro Monat. Damit kostet die GKV Besserverdiener jetzt 332,10 Euro Monatsbeitrag.

Wer in die PKV wechseln will, muss nun ebenfalls mehr verdienen: mindestens 4.462,50 Euro brutto (2013: 4.350 Euro). Der Zickzack-Kurs der letzten 20 Jahre ist vor allem dem faulen Kompromiss geschuldet, dass es im Gesundheitswesen keinen Markt geben darf. Also wird der Mangel an bezahlbarer Leistung immer mehr zentral verwaltet, um die Kosten nicht ausufern zu lassen. Diesen Ansatz halten Gesundheitsökonomen für längst gescheitert.

Langfristig ist eine Stabilisierung wohl nur möglich, wenn man das derzeitige Umlagesystem sukzessive abschafft, alle Krankenkassen privatisiert und risikoäquivalente Prämien im Kapitaldeckungsverfahren erhebt. So rigoros ist aber kein Gesundheitsminister.

Seite zwei: Kampf der Systeme

Weiter lesen: 1 2 3 4

Anzeige
Newsletter bestellen Top aktuell & kompakt! Werktags um 6.30 Uhr alle Versicherungs-News für Profis von Profis.

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 11/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Biotech-Fonds – Kfz-Policen – Versicherungen für Wohneigentum – Family Offices

Ab dem 19. Oktober im Handel.

Cash.Special 2/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Herausforderungen 2018 – bAV-Reform – Elementarschadenversicherung – Digitale Geschäftsmodelle

Ab dem 24. Oktober im Handel.

Versicherungen

ÖPPs sollen für bessere Einkommensabsicherung sorgen

Öffentlich-private Partnerschaften (“Public-private-Partnership”) zwischen Regierung, Unternehmen, Versicherungsgesellschaften und Einzelpersonen können der entscheidende Lösungsansatz sein, um Lücken in der Einkommensabsicherung zu schließen. Zu diesem Ergebnis kommt eine neue Studie der Zurich Versicherung.

mehr ...

Immobilien

Einzelhandel: Modebranche vor dem Umbruch

Die Anforderungen der Kunden an den Einzelhandel ändern sich. Damit ändern sich auch die Ansprüche der Mieter. Welche Herausforderungen die Branche erwartet und welche Vorstellungen die Mieter von Handelsimmobilien von der Zukunft haben, hat der Investor in Handelsimmobilien ILG untersucht.

mehr ...

Investmentfonds

Monega verwaltet neuen Fonds von Wieland Staud

Die Monega Kapitalanlagegesellschaft (KAG) mbH mit Sitz in Köln hat zusammen mit der Staud Research GmbH, Bad Homburg, und der Greiff capital management AG, Freiburg, den neuen StaudFonds aufgelegt.

mehr ...

Berater

Geldanlage: Deutsche schätzen Renditechancen falsch ein

Viele Bundesbürger haben falsche Vorstellungen von den Renditechancen verschiedener Anlageformen. Das geht aus einer aktuellen Umfrage von Kantar Emnid im Auftrag der Fondsgesellschaft Fidelity International hervor. Demnach unterschätzt eine Mehrheit der Deutschen zudem den Zinseszinseffekt bei Fonds.

mehr ...

Sachwertanlagen

Die Krux mit dem Verfallsdatum

Die neueste Cash.-Markterhebung und eine aktuelle Mitteilung der BaFin lenken den Blick auf eine spezielle Vorschrift für Vermögensanlagen-Emissionen. Einsichtig ist diese nicht – und ein Risiko auch für den Vertrieb. Der Löwer-Kommentar

mehr ...

Recht

Erbrecht: Ausgleichspflicht bei Berliner Testamenten

Das sogenannte Berliner Testament ist in Deutschland eine der beliebtesten und zahlenmäßig häufigsten Testierformen. In der Praxis kann dabei jedoch zu erheblichen Komplikationen kommen, etwa was die Ausgleichspflichten der Erben angeht.

mehr ...