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8. Juli 2015, 14:16
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Altersvorsorge: Engagement der Deutschen sinkt

Der Anteil der Bundesbürger, die private Altersvorsorge betreiben, ist in den letzten zehn Jahren deutlich gesunken. Das ist ein Ergebnis des aktuellen “Axa Deutschland-Report”. Rund die Hälfte der Berufstätigen in Deutschland zweifelt demnach am Sinn privater Altersvorsorge.

Altersvorsorge: Engagement der Deutschen sinkt

Das Engagement der Deutschen in Sachen privater Altersvorsorge hat der Studie zufolge in den letzten zehn Jahren stark nachgelassen.

Für die repräsentative Studie wurden in den Monaten März und April 2015 insgesamt 3.243 Erwerbstätige und im Ruhestand befindliche Personen befragt. Laut Axa offenbaren die Ergebnisse eine stark sinkende Vorsorgebereitschaft in Deutschland.

Bundesbürger kennen Vorsorgelücke

Demnach betreiben 60 Prozent der Erwerbstätigen private Altersvorsorge. Vor zehn Jahren gaben bei einer gleichlautenden Befragung durch den Versicherer noch 82 Prozent an, bereits mit der eigenen Ruhestandsplanung begonnen zu haben.

Altersvorsorge: Engagement der Deutschen sinkt

Quelle: Axa

Der Studie zufolge wissen die Befragten um ihr Versäumnis: Sie halten demnach im Durchschnitt 60 Prozent mehr an monatlicher Vorsorgeleistung zur privaten Altersvorsorge für nötig (412 Euro), als sie selbst tatsächlich aufbringen (257 Euro).

Zudem fragen sich laut der Studie 49 Prozent der Erwerbstätigen in Deutschland, ob private Altersvorsorge überhaupt noch Sinn macht. Auch die anhaltende Niedrigzinsphase hat demnach bereits Spuren hinterlassen. 59 Prozent der Erwerbstätigen schließen wegen der Niedrigzinsen keine neuen Vorsorgeverträge mehr ab. (jb)

Foto: Shutterstock

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3 Kommentare

  1. Der Hauptgrund für die sinkende Bereitschaft zusätzlich kapitagedeckte Altersversorgung zu betreiben lieg u.E. daran, dass zum einen die finanziellen Mittel sinken und zum Anderen das Vertrauen in die Wertkonsersvierung in “Geld” erheblich gelitten hat. Zu Recht, wie wir meinen! Überall dort, wo erhebliche Kapitalmengen gesammelt werden, gibt es Akteuere, welche mit allen Mitteln versuchen, etwas vom “Großen Kuchen” abzugreifen. Viele haben inzwischen verstanden, dass es den Aquisiteuren der Altersversorgungsprodukte nicht um die Sicherung der Altersversorgung der Kunden geht, sondern ausschließlich um den eigenen Profit. Das Vertrauen in die Produkte ist nachhaltig geschädigt. Hinter der vermeintlichen Sorge vor Altersarmut, vermuten viele Menschen nur noch eine gewaltige Umverteilungsmaschinerie, welche Kpital der Masse in die Hände einiger weniger Reicher und Superreicher spült. Da wird vom Verbraucher Transparenz gefordert! Diese soll es aber nicht geben, sonst könnte ja jeder sofort erkennen, was “gespielt” wird. Unsere Volksvertreter, welche dem Wähler geschworen haben, Schaden von ihnen fern zu halten, sehen dieser “Kapitalverschiebung” eher wohlwollend zu. Mit Riester, Rürup und Co haben sie sich zu Erfüllungsgehilfen des Groskapitals gemacht. Die Vielzahl der Verbraucher hat den Verschiebebahnhof noch nicht wirklich verstanden aber ein Gefühl des Unbehagens entwickelt. Eine Kapitalvernichtungswelle jagt die Nächste! Wer soll da noch Versicherern und Banken bzw. unseren Volksvertretern vertrauen? Kapitalgedeckte Altersabsicherung ist ein Irrweg! Weshalb wurde eigentlich der Generationenvertrag mehr oder weniger zerstört? Wir vermuten dahinter die staatliche Flankierung der “Umverteilungsindustrie”

    Klaus Höfler

    Kommentar von Klaus Höfler — 10. Juli 2015 @ 11:29

  2. Ich sehe schon die Bereitschaft zur privaten Altersvorsorge bei unseren Kunden. Was sich geändert hat ist die Ansprache des Vermittlers, die Art, wie man die private Altersvorsorge anbietet. Denn Sinn haben die Leute schon erkannt, genauso wie den Handlungsbedarf. Bei manchen steht die Bequemlichkeit etwas im Weg und einige wollen nicht akzeprieren, sich minimal beim Konsum einzuschränken, um für das Alter vorzusorgen. Das gab es aber auch schon vor 10 Jahren. Der Wandel innerhalb der Gesellschaft ist jedoch spürbar, da Konsum wichtiger erscheint als das Sparen. Viele wollen jetzt leben und vergessen das Später. Um ein Vermögen aufzubauen, oder es zu schützen, egeal wie groß, ist es wichtig, sich mit dem Thema zu beschäftigen und Lösungen gibt es für jeden die richtigen – vom ersten Sparvertrag bis hin zur Absicherung im Pflegefall.

    Kommentar von Ralf Finke — 9. Juli 2015 @ 10:52

  3. Es gibt so viele unterschiedliche Arten einer Altersvorsorge, dass vielen Menschen einfach der überblick fehlt. Zusätzlich dazu haben Altersvorsorgekonzepte wie Riester, Rürup und Lebensversicherung nicht den besten Ruf. Es müsste eben ein Konzept geben, welches transparent, gerecht ist und einfach auf lange Sicht funktioniert. Hier gibt es aber weder Seiten der Regierung noch von den Versicherungen nicht das richtige Produkt. Da ist es verständlich, dass das Engagement der Deutschen sinkt. Gruß Aderius (http://aderius.de/)

    Kommentar von Aderius — 9. Juli 2015 @ 08:13

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