22. Juni 2015, 13:57
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Versicherungsrecherche: Lieber Papa fragen als die Community

Bei Versicherungsfragen den Rat der Eltern einzuholen, ist jungen Leute wichtiger als die Internetrecherche oder der Austausch in sozialen Netzwerken. Dies ergab eine Umfrage der Provinzial Rheinland Versicherungen unter 1.000 Bürgern in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz. Beratungsgespräche via Skype und WhatsApp werden eher skeptisch betrachtet.

Versicherungsrecherche: Lieber Papa fragen als die Netzgemeinde

Wenig Lust auf Beratungsgespräch via Skype und WhatsApp: Laut der Umfrage wollen zwei Drittel der Befragten erst einmal abwarten oder lehnen eine Beratung per Videochat mit einem Versicherungsexperten generell als “nicht vorstellbar” ab.

Laut der Umfrage informieren sich 73 Prozent der 18- bis 24-Jährigen aus Nordrhein-Westfalen zuerst bei den Eltern und Freunden, wenn es um das Thema Versicherungen geht, in Rheinland-Pfalz sind es sogar 83 Prozent. Soziale Netzwerke und Blogs gelten hingegen nur für jeden vierten Befragten aus der Generation der “Digital Natives” als geeignete Anlaufstelle.

Selbst der heute gängige Weg der Internetrecherche über Suchmaschinen (57 Prozent) werde von den jungen Rheinländern weniger genutzt als das direkte Gespräch mit Menschen aus dem persönlichen Umfeld, teilt der Versicherer mit. Darüber hinaus holten sich 41 Prozent der 18- bis 24-Jährigen in NRW und 67 Prozent in Rheinland-Pfalz Informationen bei einem Versicherungsunternehmen oder einem Makler – am liebsten vor Ort in der Filiale, heißt es.

Eine Beratung per Videochat ist für die meisten Befragten (noch) keine Option

Zeitungen und Magazine – egal ob online oder offline – werden dagegen von der jungen Generation “kaum als Informationsquelle wahrgenommen”. Generationübergreifend ist die Zurückhaltung, wenn es um Beratungsgespräche via Skype und WhatsApp geht. Demnach wollen zwei Drittel der Befragten erst einmal abwarten oder lehnen eine Beratung per Videochat mit einem Versicherungsexperten generell als “nicht vorstellbar” ab.

“Es gibt also noch keinen Trend zur rein digitalen Kommunikation”, sagt Christoph Hartmann, Sprecher der Provinzial Rheinland. “Webchat und E-Mail sind vielen zu anonym. 80 Prozent der Rheinländer wünschen sich einen festen Ansprechpartner.” Gleichwohl sollten Versicherer die Online-Kommunikation nicht vernachlässigen, rät Hartmann, denn speziell junge Befragte zwischen 25 und 34 Jahren, die “voll im Beruf stecken und viel unterwegs sind”, seien der virtuellen Beratung gegenüber aufgeschlossen. (lk)

Foto: Shutterstock

 

Ihre Meinung



 

Versicherungen

GDV: Entscheidung der Fed handelt gegen steigenden politischen Druck

Gestern entschied sich Jerome Powell dazu, seinen Kurs der Zinspolitik fortzusetzen. Die Auswirkungen für Deutschland scheinen geringer als gedacht zu sein .Ein Kommentar von Klaus Wiener, Chefvolkswirt des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV).

mehr ...

Immobilien

Auch Eigenleistungen, Bausparvertrag oder Riester-Rente sind Eigenkapital

Eine Finanzierung der eigenen vier Wände sollte mit 15 Prozent Eigenkapital auf sichere Beine gestellt werden. Dabei zählt hier nicht nur das Ersparte. Auch Eigenleistungen wie Tapezieren oder Malern können als Eigenkapital angerechnet werden und machen den Hausbau so für Normalverdiener mit geringen Ersparnissen möglich.

mehr ...

Investmentfonds

Schwache Wirtschaft, niedrige Inflation, hohe Staatsverschuldung: Europa in der Krise?

Seit Anfang des Jahres häufen sich die negativen Wirtschaftsmeldungen: Immer weiter werden Konjunkturprognosen nach unten korrigiert und im Mai entfernte sich auch die Inflation wieder deutlich von der 2- Prozent-Zielmarke der EZB. Gleichzeitig sind die hohen Verschuldungsquoten und Reformstaus vieler europäischer Staaten bedenklich. Ein Kommentar von Michael Neumann, Vorstandsvorsitzender der Dr. Klein Privatkunden AG.

mehr ...
20.06.2019

Powells Balanceakt

Berater

Nachbearbeitungspflichten: Burnout des Vertreters schränkt Wahlrecht nicht ein!

Das OLG Köln hat kürzlich darüber entschieden, ob der Vertreter Provisionen auch dann zurückzuzahlen hat, wenn er aus gesundheitlichen Gründen selbst keine Nachbearbeitung vorgenommen hat. Ein Gastbeitrag von Jürgen Evers, EversRechtsanwälte für Vertriebsrecht .

mehr ...

Sachwertanlagen

Die Top 5 der Woche: Sachwertanlagen

Was waren die interessantesten Sachwert-Themen und Meldungen der Woche? Welche Beiträge wurden von den Cash.Online-Lesern besonders häufig geklickt? Unser Wochen-Ranking zeigt das Wichtigste auf einen Blick.

mehr ...

Recht

Trennung nach Schenkung: Geld zurück, bitte!

Geldgeschenke der Eltern eines Partners müssen zurückgezahlt werden, wenn sich das Paar kurze Zeit nach der Schenkung trennt. Das hat der Bundesgerichtshof entschieden (Urteil vom 18. Juni 2019 – X ZR 107/16).

mehr ...