Regierung will längeres Arbeiten attraktiver machen

Längeres Arbeiten soll für ältere Arbeitnehmer in Deutschland künftig attraktiver werden. Einen entsprechenden Gesetzentwurf hat das Bundeskabinett am Mittwoch in Berlin beschlossen.

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Der Übergang in den Ruhestand könne künftig leichter als bisher nach individuellen Vorstellungen gestaltet werden, sagte CDU-Politiker Peter Weiß.

Hindernisse für eine vorgezogene Teilrente sollen abgebaut werden, wenn die Beschäftigten zugleich noch in Teilzeit weiterarbeiten. Heute greifen feste Hinzuverdienstgrenzen. Sonst wird die Teilrente deutlich reduziert. Künftig sollen die Abzüge flexibler gestaltet werden und ein solches Arbeitsmodell somit attraktiver werden. Der Gesetzentwurf soll noch ab September im Bundestag beraten werden.

Flexi-Rente solle einen verstärkten Anreiz geben, länger zu arbeiten

Das Gesetz bringe Arbeitnehmern eine bessere Kombinierbarkeit von Teilzeitarbeit und Teilrente zwischen dem 63. und 67. Lebensjahr, sagte der Vorsitzende der Arbeitnehmergruppe der Unionsfraktion, Peter Weiß (CDU), im Vorfeld des Kabinettsbeschlusses der Deutschen Presse-Agentur in Berlin.

Der Übergang in den Ruhestand könne so leichter als bisher nach individuellen Vorstellungen gestaltet werden, sagte Weiß. Statt sich zum Beispiel mit 63 Jahren vorzeitig ganz aus dem Arbeitsleben zu verabschieden, könnten Beschäftigte somit auf Wunsch in Teilrente weiterarbeiten und in den Ruhestand ausgleiten.

Zugleich solle es mit der Flexi-Rente einen verstärkten Anreiz geben, „länger zu arbeiten und damit die eigenen Rentenansprüche zu steigern“, sagte Weiß.

SPD: Flexible Übergänge in Rente „eine Frage sozialer Gerechtigkeit“

Die sozialpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion, Katja Mast, nannte flexible Übergänge in Rente „eine Frage sozialer Gerechtigkeit“. Das Gesetz werde im September ins Parlament gebracht. „Das ist ein Meilenstein, um vor und nach der Regelaltersgrenze flexible Übergänge solidarisch zu organisieren und altersgerechter zu machen“, sagte sie der dpa. Damit die Menschen das Renteneintrittsalter gesund erreichen, solle es unter anderem berufsbezogene Gesundheitschecks geben.

VdK kritisierte den Entwurf als unzureichend

Der Sozialverband VdK kritisierte den Entwurf als unzureichend. Für Arbeitnehmer mit geringen Arbeitsmarktchancen, die nicht bis zur Regelaltersgrenze arbeiten können, biete der Entwurf keine Lösung, sagte die VdK-Präsidentin Ulrike Mascher. (dpa-AFX)

Foto: CDU

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