Digitalisierung: Engere Zusammenarbeit mit dem Vertrieb gefordert

Die meisten deutschen Versicherer haben lediglich ein mittelmäßiges Bewusstsein für die fortschreitende Digitalisierung. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie von EY Innovalue und der Universität St. Gallen, die von Guidewire begleitet wurde, Anbieter von Software für Schaden- und Unfallversicherer.

Die Verfasser der Studie plädieren für umfassende Verbesserungen in den Bereichen Prozesse, Mitarbeiter und Organisation sowie Technologie und Infrastruktur.
Die Verfasser der Studie plädieren für umfassende Verbesserungen in den Bereichen Prozesse, Mitarbeiter und Organisation sowie Technologie und Infrastruktur.

Zudem seien IT- und Business-Strategie noch voneinander getrennt. In der Konsequenz fehle vielen Ad-hoc-Ansätzen zur Digitalisierung die operative Einbindung. Die Verfasser der Studie plädieren für umfassende Verbesserungen in den Bereichen Prozesse, Mitarbeiter und Organisation sowie Technologie und Infrastruktur.

Die Abläufe müssten zu mehr Automatisierung und Anwendung des agilen Arbeitens entwickelt werden. Versicherer müssten Wissenslücken aufdecken, Mitarbeiter halten und entwickeln und aktiv neues Personal mit entsprechenden technischen Kompetenzen gewinnen.

Zudem seien eine engere Zusammenarbeit mit dem Vertrieb, ein stärkerer Kundenfokus und optimierte Prozesse inklusive der Integration neuer Technologien und der Verwendung von Standardsoftware erforderlich.

Kundenverständnis vertiefen

„In der Vergangenheit waren IT-Abteilungen oft auf die Funktion des internen Serviceanbieters beschränkt. Mit besserer bereichsübergreifender Zusammenarbeit und agiler Arbeitsweise werden IT-Funktionen strategisch positioniert. Damit können sie größere, schnellere und synchronisierte Projekte erfolgreich umsetzen“, so Keith Stonell, Managing Director EMEA bei Guidewire.

Um den Erfolg deutscher Versicherer aufrecht zu erhalten, müssten IT-Abteilungen zu echten Innovationsschmieden werden. „IT-Abteilungen müssen ihre Kompetenzträger entwickeln, das Kundenverständnis vertiefen und als vollwertige strategische Partner innerhalb ihrer Unternehmen auftreten“, fordert Stonell. (kb)

Foto: Shutterstock

 

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