Restschuldversicherung: Unsachliche Diskussion hilft nicht

Restschuldversicherungen gelten als intransparent und überteuert. Durch die IDD-Umsetzung wird ein „Schutzmechanismus“ für Verbraucher eingeführt. Die Diskussion über die Kosten wird leider weiterhin unsachlich geführt. Die Haff-Kolumne

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„Versicherungsprämien sind keine mit Zinsen vergleichbare Kosten. Deren Höhe lässt sich nicht im Vergleich zur Kreditrate einordnen, sondern im Verhältnis zu dem, was vergleichbarer Versicherungsschutz am freien Markt kostet. „

Die Restschuldversicherung (RSV) gilt als Paradebeispiel für Intransparenz und überhöhte Kosten. Die anstehende IDD-Umsetzung bringt einen besonderen und in dieser Art einzigartigen Schutzmechanismus.

Eine Woche nach Abschluss erhält der Kunde in Zukunft eine eigenständige Information über seine Widerrufsmöglichkeit. Für mich ist dieser Hinweis wie eine Art Kündigungsaufforderung. Auf jeden Fall ist es ein wirksames Mittel, das die Transparenz erhöht.

Das angeprangerte unbemerkte „Unterschieben“ der RSV während der Beratung wird schwierig. Kritisch finde ich weiterhin die Diskussion über die Kosten. Die Grundannahme bislang: Wird der Kredit – in diesem Fall sprechen wir nicht von einer Baufinanzierung, sondern von einem Konsumdarlehen – abgesichert, erhöht sich die finanzielle Belastung für den Kunden immens.

Prämien sind nicht mit Zinsen vergleichbar

Die hierzu angeführten Beispiele sind genauso plakativ wie sie in die Irre führen – aus zweierlei Gründen. Versicherungsprämien sind keine mit Zinsen vergleichbare Kosten. Deren Höhe lässt sich nicht im Vergleich zur Kreditrate einordnen, sondern im Verhältnis zu dem, was vergleichbarer Versicherungsschutz am freien Markt kostet.

Mit dem Blick auf eine günstige Risikolebensversicherung ist es nicht getan. Das RSV-Gesamtpaket umfasst regelmäßig auch Krankentagegeld und Arbeitslosenversicherung. Es kann unabhängig vom Eintrittsalter und ohne Gesundheitsprüfung abgeschlossen werden.

Das macht nicht nur den Vergleich schwierig. Es führt zu höheren Prämien. Dafür erhalten Kunden mit Vorerkrankungen noch Versicherungsschutz, die anderswo keine Chance haben.

Seite zwei: Wir sollten über Bedingungsstandards und Kundenberatung diskutieren

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