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23. Mai 2017, 09:01
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Die Riester-Retter: Versicherer, Vermittler, Analysehäuser und Politik sind gefragt

Die Kritik an der Riester-Rente hält sich wacker. Branchenübergreifend wird die Existenz dieser Vorsorgeform immer wieder hinterfragt. Aber gerade in Zeiten von sinkenden Zinsen sollte Riester eigentlich hoch im Kurs stehen.

Gastbeitrag von Peter Schneider, Morgen & Morgen

Riester-Retter

Peter Schneider, Morgen & Morgen: “Sowohl Kunden, Versicherer, Berater, Analysehäuser als auch die Politik müssen gemeinsam am Erfolg der Riester-Vorsorge arbeiten.”

Klar ist, dass die Branche mit dem Niedrigzinsumfeld weiterhin zu kämpfen hat. Zeitgleich wird aber die Möglichkeit, die Herausforderung anzunehmen und Vorsorge trotzdem spannend zu gestalten, nicht wahrgenommen.

Aktuellen Medienberichten zufolge gilt die Riester-Rente oftmals als aussterbendes und nicht mehr nachgefragtes Produkt. Stimmt das? Durch die staatliche Förderung lohnt sich die private Vorsorge mit Riester für jeden – insbesondere natürlich für Familien.

Riester-Vorsorge nicht abschreiben

Auswertungen mit unserer Software M&M Office haben ergeben, dass jedes dritte Beratungsgespräch mit Rentenbezug auf Basis von Riester-Produkten durchgeführt wird. 16 Millionen bestehende Verträge demonstrieren zugleich, dass man die Riester-Vorsorge nicht abschreiben darf.

Aktuell wird der Ruf nach einem standardisierten Produkt immer größer. Doch ist das wirklich sinnvoll? Die Riester-Produkte erfahren bereits heute Regularien. Neben der Zentralen Zulagenstelle für Altersvermögen (ZfA) gibt es seit kurzem auch die Klassifizierungsstelle PIA.

Das Gesetz legt beispielsweise eindeutig fest, welche Kosten einbezogen werden dürfen und welche Fonds Verwendung finden.

Attraktivität der Produkte steigern

Wichtiger ist aktuell, an den entsprechenden Stellschrauben zu drehen und die Attraktivität der Produkte zu steigern. Ein Punkt ist hier die Bedarfsgruppe. Riestern dürfen alle, die verpflichtend in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen oder aber deren Ehepartner unmittelbar über die Förderberechtigung verfügt. Selbstständige Bäcker oder Friseure fallen hier schnell aus der Fördergruppe heraus.

In Anbetracht des Niedrigzinsumfelds sollte auch das Thema Bruttobeitragsgarantie zur Diskussion gestellt werden. Aufgrund der niedrigen Zinsen ist es zum jetzigen Zeitpunkt schwer, die Garantie aufzubauen.

Seite zwei: Optimierungspotenzial beim Zulagenverfahren

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