23. Mai 2017, 09:01
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Die Riester-Retter: Versicherer, Vermittler, Analysehäuser und Politik sind gefragt

Wenn man davon ausgeht, dass die Niedrigzinsen noch einige Jahre Bestand haben, sind die aktuellen Kosten für die Beitragsgarantie viel zu hoch. Wenn hier ein Losbrechen ermöglicht wird, können die staatlichen Zulagen renditeorientierter genutzt werden.

Optimierungspotenzial beim Zulagenverfahren

Wenn man noch einen Schritt weitergehen möchte, bietet das Zulagenverfahren weiteres Optimierungspotenzial.

Die Zulagenstelle ist zuständig für die Bearbeitung und Genehmigung der staatlichen Zulagen. Da die Zulagenstelle aber keinerlei Informationen über den Riester-Kunden hat, müssen diese komplizierte Antragsformulare ausfüllen. Diese Bürokratiehürde lässt sich jedoch beheben.

Die Finanzämter verfügen sowieso über die nötigen Daten der Riester-Sparer, da die Steuererklärung alle relevanten Informationen beinhaltet. Neben der deutlichen Erleichterung für den Riester-Kunden bedeutet dies ebenso Einsparpotenzial.

Mehr Menschen müssen freiwillig vorsorgen

Die Kampagnen gegen die Riester-Vorsorge machen es dem gewillten Sparer nicht gerade leicht. Die Riester-Rente lohnt sich für jeden, der förderberechtigt ist und somit mit Zulagen oder Steuervorteilen belohnt wird. Verluste sind nicht möglich.

Wer bis zu Rentenbeginn riestert, bekommt mindestens seine Einzahlungen zurück. Um die Riester-Vorsorge weiterzuentwickeln und zukunftsfähig zu halten, sollte das entscheidende Ziel nicht vergessen werden: Mehr Menschen müssen freiwillig Vorsorge betreiben.

Es liegt am Gesetzgeber und der Branche, sie hierzu zu bewegen. Sowohl Kunden, Versicherer, Berater, Analysehäuser als auch die Politik müssen gemeinsam am Erfolg der Riester-Vorsorge arbeiten.

Autor Peter Schneider ist Geschäftsführer von Morgen & Morgen.

Foto: Andreas Varnhorn


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