9. Februar 2018, 09:00
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Klimawandel bringt Unsicherheit für Rückversicherer

Zahlreiche Naturkatastrophen machten 2017 zum teuersten Jahr der Geschichte für Versicherungen. Nun warnt der weltweit führende Rückversicherer Munich Re vor den weiteren Folgen des Klimawandels für die Branche.

Klimawandel bringt Unsicherheit für Rückversicherer

Houston: Wie hier verursachten Tropenstürme im vergangenen Jahr Milliardenschäden.

Häufen sich Naturkatastrophen wegen der globalen Erwärmung kurzfristig und nachhaltig, könnten die großen Rückversicherer leiden.

“Die Preisgestaltung ist nicht auf stark steigende Schadenlast eingestellt, dann würden Rückversicherer sicher Geld verlieren”, sagte Ulrich Wallin, Chef des weltweit drittgrößten Rückversicherers Hannover Rück.

Allerdings: “Der Klimawandel hat uns in den letzten 20 Jahren in der Rückversicherung nicht unerwartet stark getroffen.”

Steigende Preise durch höhere Risiken

Klima-Fachleute des weltgrößten Rückversicherers Munich Re sehen in den Naturkatastrophen der vergangenen Jahrzehnte zwar keinen Beweis, aber starke Indizien für die Auswirkungen des Klimawandels.

Dabei seien die Entwicklungen beim Wetter als Folge des Klimawandels graduell, nicht sprunghaft, erklärte Wallin: “Damit kann auch die Preisgestaltung für das Naturkatastrophenrisiko graduell angepasst werden.”

Rückversicherer, aber auch Erstversicherer wie Allianz und Axa müssen ihre Prämien so kalkulieren, dass diese im mehrjährigen Durchschnitt die Aufwendungen für Schäden, Verwaltung und Vertrieb abdecken – und am Ende ein Gewinn übrig bleibt. (dpa-AFX)

Foto: Shutterstock

 

Mehr Beiträge zum Thema Rückversicherung:

Katastrophenschäden durch Hurrikans gestiegen

2017 teuerstes Jahr der Geschichte für Versicherungen

Hannover Rück und Talanx übertreffen gekappte Gewinnziele

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Haftpflichtkasse muss Gasthaus für Corona-Schließung entschädigen

In der Klagewelle um die Kosten für Gaststätten, die wegen der Corona-Pandemie schließen mussten, hat ein weiterer Wirt gegen seine Versicherung gewonnen.

mehr ...

Immobilien

USA: Baubeginne und Genehmigungen legen wieder zu

Der US-Immobilienmarkt hat sich nach einem leichten Dämpfer wieder besser entwickelt. Nach einem Rückgang im August erhöhten sich im September sowohl die Baubeginne als auch die Baugenehmigungen wieder. 

mehr ...

Investmentfonds

Brexit und Corona: Märkte in USA, Europa und UK mit unterschiedlichen Vorzeichen

Chris Iggo, CIO Core Investments, richtet seinen Blick auf die Märkte und sieht unterschiedliche Vorzeichen für Amerika, Europa und Großbritannien

mehr ...

Berater

BaFin nimmt Deutsche Edelfisch DEG II ins Visier

Die Finanzaufsicht BaFin hat den hinreichend begründeten Verdacht, dass die Deutsche Edelfisch DEG GmbH & Co. II KG in Deutschland Wertpapiere in Form von Schuldverschreibungen ohne das erforderliche Wertpapier-Informationsblatt öffentlich anbietet. Im Markt der Vermögensanlagen ist das Unternehmen nicht unbekannt.

mehr ...

Sachwertanlagen

Finexity bringt dritten digitalen “Club-Deal”

Das Fintech Finexity AG erweitert sein “Club-Deal”-Angebot um ein Neubauprojekt in Hamburg. Das Projekt ist mit einem Volumen von über acht Millionen Euro das bisher größte im Portfolio des Hamburger Unternehmens und steht Investoren mit Anlagesummen ab 100.000 Euro offen.

mehr ...

Recht

Klage gegen EY auf 195 Millionen Euro Schadensersatz

Der Insolvenzverwalter der Maple Bank hat die Wirtschaftsprüfer von EY wegen angeblich falscher Beratung bei den umstrittenen “Cum-Ex”-Geschäften zu Lasten der Staatskasse auf 195 Millionen Euro Schadensersatz verklagt.

mehr ...