29. Januar 2018, 06:00
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“Ein harter Provisionsdeckel provoziert Kompensationslösungen”

Was könnte die anstehende Überprüfung des LVRG bewirken?

Ich bedauere, dass die bisherigen Bundesregierungen nicht bereit waren, das gesellschaftlich so wichtige Thema Altersvorsorge sorgfältiger und mit mehr Expertensachverstand zu regulieren, anstatt es sich einfach zu machen und nur die üblichen Lobbygespräche mit Industrie- und Verbraucherschutzverbänden zu führen.

Beispielsweise wurde für die VVG-Reform eine eigene Kommission eingerichtet, die ein gutes und ausgewogenes neues Gesetz vorbereitet hat.

Warum hat man denselben Ansatz nicht auch bei der aktuell anstehenden IDD-Umsetzung einschließlich des spezifisch deutschen Ansatzes einer Förderung der sogenannten Honorarberatung angewendet?

Nun haben wir ein schlechtes Gesetz, das weder den Betroffenen noch den Kunden wirklich helfen wird. Die Chance besteht, das aus Anlass eines “LVRG 2” zu korrigieren. Ob diesmal die Bereitschaft zu weitsichtigen Lösungen bestehen wird?

Interview: Julia Böhne

Foto: Fachhochschule Dortmund

 

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2 Kommentare

  1. Höchste Zeit nen Diätendeckel für ahnungslose Politiker einzuführen.

    Kommentar von stefan meier — 29. Januar 2018 @ 10:50

  2. Beamte und Politiker im Verbund mit den Verbraucherschützern regeln gern bei anderen. Bei eigenen Pfründen (Pensionsansprüche erfordern Rücklagen oft von über 1 Million Euro) höre ich so gut wie gar nichts. Die Medien versagen hier völlig, bei 1,7 Billionen Euro die dem Staat schon heute an Rücklagen dafür fehlen. Erstaunlicherweise kein Thema. Durch Versicherungsbashing wird der Druck auf den Staat, wegen fehlender Alterszusatzvorsorge gewaltig zunehmen. Kein Problem für die aktuelle Regierung. Unsere Kinder und Enkel werden das anders beurteilen….

    Kommentar von Wilfried Strassnig Versicherungsmakler — 29. Januar 2018 @ 10:30

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