Anzeige
Anzeige
19. April 2018, 07:47
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Presse: Heil prüft Alternative zu Koalitionsplänen zur Mütterrente

Sozialminister Heil (SPD) lässt nach einem Medienbericht ein Modell zur Ausweitung der Mütterrente prüfen, das vom Koalitionsvertrag abweicht. Demnach könnten Frauen für vor 1992 geborene Kinder jeweils nur einen halben Rentenpunkt zuerkannt bekommen.

Presse: Heil prüft Alternative zu Koalitionsplänen zur Mütterrente

Hintergrund der Überlegungen sind verfassungsrechtliche Bedenken gegen eine Benachteiligung von Frauen mit weniger als drei Kindern.

Dafür würden jedoch alle Frauen mit Kindern dieser Jahrgänge von der geplanten Ausweitung der Mütterrente profitieren, nicht nur Mütter mit drei und mehr Kindern. Das bestätigten Koalitionskreise dem Redaktionsnetzwerk Deutschland am Donnerstag.

Im Koalitionsvertrag hatten Union und SPD vereinbart, dass lediglich Mütter mit drei oder mehr vor 1992 geborenen Kindern einen ganzen Rentenpunkt pro Kind anerkannt bekommen sollen. “Wir prüfen mehrere Varianten”, sagte eine Sprecherin des Ministeriums nun dem RND.

Das Alternativ-Modell mit zusätzlich einem halben Rentenpunkt pro Kind für die bundesweit rund 9,5 Millionen Mütter, die vor 1992 Kinder zur Welt gebracht haben, würde den Angaben zufolge zu jährlichen Mehrausgaben von rund 3,65 Milliarden Euro führen.

CSU will an Koalitionsvertrag festhalten 

Damit wäre diese Lösung etwa genauso teuer wie die im Koalitionsvertrag vereinbarte, hieß es demnach in Koalitionskreisen. Hintergrund der Überlegungen seien verfassungsrechtliche Bedenken gegen eine Lösung, die Frauen mit weniger als drei Kindern benachteilige, hieß es.

Außerdem habe die Chefin der Deutschen Rentenversicherung, Gundula Roßbach, bei einem Treffen mit Unionspolitikern in dieser Woche erklärt, die Umsetzung eines Modells, das eine Rentenerhöhung nur für Mütter mit drei oder mehr Kindern vorsehe, sei “administrativ schwierig”.

CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt sagte dem RND jedoch: “Der volle Punkt fürs Rentenkonto ist vereinbart und muss kommen. Einer Abkehr vom Koalitionsvertrag zu Lasten unserer Mütter erteilen wir eine klare Absage.” (dpa-AFX)

Foto: Shutterstock

 

Mehr Beiträge zum Thema Rente:

Rente: Eltern profitieren von Kindererziehung

Rente: Versicherer befürworten Online-Rentenkonto

Rentenpolitik: Wird Heil den Vorschusslorbeeren gerecht?

Newsletter bestellen Top aktuell & kompakt! Werktags um 6.30 Uhr alle Versicherungs-News für Profis von Profis.

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 12/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Goldfonds – Rock’n’Roll – Fondspolicen – Nachrangdarlehen

Ab dem 22. November im Handel.

Cash. 11/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Megatrend Demografie – Indizes – Naturgefahren – Maklerpools

Versicherungen

Auch HanseMerkur hält Überschussbeteiligung stabil

Die HanseMerkur Lebensversicherung AG hält sämtliche geltenden Überschusssätze für klassische Rentenversicherungen stabil.

mehr ...

Immobilien

Baufinanzierung: So finanzieren die Deutschen im November

Anhand des Dr. Klein Trendindikators (DTB) berichtet Michael Neumann, Vorstand der Dr. Klein Privatkunden AG, über aktuelle Entwicklungen bei Baufinanzierungen in Deutschland.

mehr ...

Investmentfonds

Filialbank auch digital angesagt

Der bekannte Slogan “Die Bank an Ihrer Seite” könnte speziell für die digitalen Nutzer verfasst worden sein. Denn gerade deutsche Onliner bleiben ihrer kontoführenden Bank gerne treu. Nur 0,6 Prozent der User planen derzeit sicher einen Wechsel, 7,9 Prozent ziehen ihn vielleicht in Betracht – das macht insgesamt 5,02 Millionen wechselwillige Konsumenten.

mehr ...

Berater

Deutsche Bank und Commerzbank: Forciert Bund die Fusion?

Die Bundesregierung intensiviert Kreisen zufolge ihre Bemühungen, einer Fusion zwischen der Deutschen Bank und der Commerzbank den Weg zu ebnen. Das berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg am Mittwoch unter Berufung auf mit der Sache vertraute Personen.

mehr ...

Sachwertanlagen

HEP bringt Solarfonds mit internationalem Fokus

Die HEP Kapitalverwaltung AG aus Güglingen (bei Heilbronn) hat den Vertrieb des neuen Alternativen Investment Fonds (AIF) „HEP – Solar Portfolio 1 GmbH & Co. geschlossene Investment KG“ gestartet.

mehr ...

Recht

Betriebliche Hinterbliebenenrente darf gekürzt werden

Sieht eine Versorgungsregelung vor, dass die Hinterbliebenenversorgung eines jüngeren hinterbliebenen Ehepartners für jedes volle über zehn Jahre hinausgehende Jahr des Altersunterschieds der Ehegatten um fünf Prozent gekürzt wird, liegt darin keine gegen das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) verstoßende Diskriminierung wegen des Alters. Dies hat das Bundesarbeitsgericht (BAG) jetzt entschieden (3 AZR 400/17).

mehr ...