Anzeige
14. September 2007, 00:00
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Viele Finanzdienstleister warten MiFID ab

Kurz vor Umsetzung der EU-Richtlinie über Märkte für Finanzinstrumente (MiFID) am 1. November 2007 nutzt kaum ein Finanzdienstleister die Erhöhung der Transparenzpflicht bezüglich der in Finanzprodukten enthaltenen Provisionen, um sich frühzeitig vom Markt zu differenzieren. Dies zeigt eine aktuelle Studie der studentischen Unternehmensberatung der Universität Mainz, berater e.V., unterstützt durch die Investors Marketing – Management Consultants, Frankfurt/Main

Im Rahmen der Studie wurden im Juni und Juli 2007 rund 250 Berater aus Banken und Sparkassen sowie rund 250 Endkunden aus den Segmenten Retail-Banking und Affluent-/Private Banking zu ihrem Wissensstand und ihrer Einstellung zum Thema MiFID befragt.

?Zwar ist MiFID für den einzelnen Berater ein zentrales Thema und das Interesse an Informationen ist hoch, die Finanzdienstleistungsinstitute selbst halten sich derzeit in der externen Kommunikation zu MiFID jedoch sehr zurück?, erklärt Philipp Petry, Senior Consultant bei berater e.V. So verhalten sich 45 Prozent der Finanzdienstleister noch reaktiv, das heißt sie warten ab, was im Detail gesetzliche Pflicht wird bzw. wie sich der Wettbewerb verhält. Erst dann werden sie entscheiden, was sie zum Beispiel dem Kunden an Provisionen offen legen werden. ?Nur wenige Finanzdienstleister wagen sich schon jetzt nach vorne und positionieren sich durch Kostentransparenz als besonders kundenorientiert?, erläutert Petry. Klar scheint schon jetzt, dass viele Kunden zukünftig ausdrücklich nach den Provisionen fragen müssen, um informiert zu werden. Knapp 70 Prozent der Kunden wünschen laut Studie ausdrücklich eine Offenlegung sämtlicher Provisionen. Diese Offenlegung soll entweder standardmäßig Inhalt jedes Beratungsgesprächs sein (39,4 Prozent) oder zumindest auf aktive Nachfrage des Kunden (30,1 Prozent) erfolgen.

Neben der Informationspolitik wird auch die Produkt- und Preispolitik zukünftig über Erfolg und Misserfolg entscheiden. ?Die MiFID-Studie bestätigt die Ergebnisse der IM Preis-Studie von Ende 2006?, erläutert Marc Ahlers, Manager bei der auf Finanzdienstleister spezialisierten Managementberatung Investors Marketing ? Management Consultants. ?Für 60 bis 70 Prozent der Kunden spielt der Preis eine große oder sogar entscheidende Rolle beim Kauf eines Finanzproduktes. Die durch MiFID gebotene Preistransparenz birgt für die Anbieter demnach ein hohes Gefahrenpotential. Finanzdienstleister müssen dieser Entwicklung frühzeitig durch strategische Anpassung ihres Produkt- und Beratungsangebots sowie durch eine ausführliche interne und marktdifferenzierende externe Kommunikation begegnen.?

Weitere Informationen sind über www.mifid-studie.de verfügbar. Die komplette Studie kann für 699 Euro plus Mehrwertsteuer bestellt werden.

Anzeige

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 1/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Trumps Sieg in Rendite ummünzen - Themen, Produktangebote und Trends 2017 - Rentenreform - IDD

Ab dem 15. Dezember im Handel!

Cash. 12/2016

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Flaggschiff-Fonds – IDW S4-Standard – Crowdinvesting – Bankenwelt

Versicherungen

Insurtechs unterzeichnen “Berliner Digital-Erklärung”

Auf Initiative des Maklerpools Blau direkt und des Insurtech-Unternehmens Knip haben am 13. Januar 2017 insgesamt 22 Insurtechs sowie zwei Maklerpools die “Berliner Digital-Erklärung” abgegeben. Ziel der Erklärung ist es, den digitalen Wandel der Branche voranzutreiben.

mehr ...

Immobilien

JLL: Hohe Zuwächse bei den Wohnungsmieten

Die Angebotsmieten für Wohnungen haben nach Angaben von Jones Lang LaSalle (JLL) in 2016 den höchsten Zuwachs der vergangenen Jahre verbucht. Der größte Anstieg wurde in Berlin registriert.

mehr ...

Investmentfonds

Meag baut Vertriebsteam aus

Meag verstärkt sein Vertriebsteam mit Thomas Webers (54). Seit Anfang Januar kümmert sich Webers als Senior Relationship Manager schwerpunktmäßig um den Ausbau des Wholesale Bereichs.

mehr ...

Berater

Beratungsdokumentation: AK Beratungsprozesse veröffentlicht neue Leitfäden

Der Arbeitskreis (AK) Beratungsprozesse hat neue kostenlose Praxishilfen für die Dokumentation in der Versicherungsvermittlung veröffentlicht. In ihnen werden sechs Leitsätze zur Beratungsdokumentation umgesetzt.

mehr ...

Sachwertanlagen

Marke Brenneisen Capital wird veräußert

Manfred Brenneisen, Chef der Brenneisen Capital mit Sitz in Wiesloch, veräußert den Geschäftsbereich Spezialvertrieb für Sachwertanlagen samt Markennamen. Die persönliche Kontinuität für die Geschäftspartner soll gewahrt bleiben.

mehr ...

Recht

Rentenberater muss Gewerbesteuer zahlen

Die Einkünfte eines selbstständigen Rentenberaters unterliegen der Gewerbesteuer. Sein Berufsbild entspricht nicht den Vergleichsberufen Steuerberater oder Rechtsanwalt. Dies entschied das Finanzgericht Düsseldorf in einem aktuellen Urteil.

mehr ...