Anzeige
1. Oktober 2010, 09:00
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

VDVM: Honorarberatung spielt keine Rolle

Geht es um Vergütung im Vertrieb, fällt das Modell Beratung gegen Honorar bei den Maklern durch. Das ist ein Ergebnis der aktuellen Mitgliederbefragung des Verbands Deutscher Versicherungsmakler (VDVM), die bei einem Pressegespräch in Hamburg vorgestellt wurde. Zudem wurde gefragt, wie es um die aktuelle Geschäftssituation bestellt ist.

Hans-Georg-Jenssen-VDVM-127x150 in VDVM: Honorarberatung spielt keine Rolle

Dr. Hans-Georg Jenssen, VDVM

So spielt die Honorarberatung für 90 Prozent der befragten Unternehmen – vor allem im standardisierten gewerblichen Geschäft – überhaupt keine Rolle oder ist kleiner als fünf Prozent. Lediglich im Segment der Industrieversicherung sei der Anteil am Honorargeschäft etwas höher, so der VDVM. Demnach haben einige Mitglieder einen Umsatzanteil der Vermittlung und Betreuung gegen Honorarberatung von mehr als 15 Prozent.

Lediglich fünf Prozent der Maklerunternehmen gaben an, dass sie in diesem Jahr häufiger als bisher von ihren Kunden zum Thema Honorar angesprochen wurden, 80 Prozent bemerken keine Veränderung im Kundenverhalten, 15 Prozent melden rückläufige Anfragen.

„Der VDVM sieht sich damit in seiner These bestätigt, dass die Courtage als Leitvergütung des Versicherungsmaklers im Markt voll akzeptiert ist und keine Notwendigkeit für eine Umstellung des Vergütungsmodells besteht“, sagte Dr. Hans-Georg Jenssen, geschäftsführender Vorstand des VDVM.

Beim Thema Transparenz gaben sieben Prozent der Unternehmen an, dass ihre Kunden eine weitergehende Transparenz wünschen, knapp 80 Prozent konnten der Befragung zufolge keine verstärkte Nachfrage feststellen. Knapp 14 Prozent gaben sogar an, dass sie weniger häufig um mehr Transparenz gebeten wurden.

Ertragssituation trotz Finanzkrise stabil

Des Weiteren fragte der VDVM nach der aktuellen Gewinnsituation seiner Mitglieder. Der Anteil der Unternehmen, die diese als gut einschätzen, sei im Vergleich zum Vorjahr deutlich gestiegen, so der Verband. Knapp 37 Prozent der befragten Unternehmen bewerteten ihre Gewinnsituation als gut. Im vergangenen Jahr waren dies zehn Prozent weniger.

Als befriedigend bewerten ihre Gewinnsituation knapp 57 Prozent, sodass insgesamt 94 Prozent mit dem bisherigen Jahresverlauf durchaus zufrieden sind. Der Anteil der Unternehmen, die ihre Situation als schlecht bewerteten, sei weiter zurückgegangen, sagte Jenssen. Der Rückgang betrug rund ein Prozent auf aktuell 6,5 Prozent.

„Die Finanzmarktkrise hat ihre Spuren hinterlassen, das Geschäft konnte jedoch stabil gehalten werden und zeigt einen leichten Aufwärtstrend“, fasst Jenssen die aktuelle Situation zusammen.

Bei den Courtageeinnahmen vermeldeten fast die Hälfte der befragten Mitglieder eine Steigerung, die durchschnittlich knapp neun Prozent (2009: acht Prozent) beträgt. Bei 28 Prozent ist die Höhe der Einnahmen unverändert, bei 23 Prozent rückläufig.

Parallel dazu steige auch wieder die Investitionsbereitschaft, so der Verband. Im Schnitt wurden fünf Prozent vom Umsatz investiert, im Vorjahr waren es drei Prozent. Dabei meldeten 84 Prozent der Unternehmen, dass die Investitionen ihren Planungen für das aktuelle Jahr entsprechen würden, vier Prozent meldeten über Plan liegende Investitionen, bei fünf Prozent liegen sie darunter.

Der VDVM hat derzeit 632 Mitglieder (2009: 625), die rund 12.000 Mitarbeiter beschäftigen. Die Umfrage wird seit 2005 jährlich durchgeführt. (ks)

Foto: VDVM

Anzeige

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 2/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Absolute-Return – Insurtechs – Robo Advisors – Denkmalimmobilien


Ab dem 26. Januar im Handel.

Cash. 1/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Trumps Sieg in Rendite ummünzen - Themen, Produktangebote und Trends 2017 - Rentenreform

Versicherungen

Insurtechs: Über 80 Millionen US-Dollar für deutsche Start-ups

Im Jahr 2016 haben die deutschen Insurtechs in Finanzierungsrunden mehr als 80 Millionen US-Dollar eingesammelt. Das geht aus einer Untersuchung des Münchener Fintech-Start-ups Finanzchef24 hervor. Demnach hat sich das Finanzeriungsvolumen im Vergleich zum Vorjahr mehr als verdoppelt.

mehr ...

Immobilien

Baufi Secure: Neues Absicherungsprodukt für Immobiliendarlehen

Was geschieht, wenn Immobilienkäufer ihre Darlehensraten aufgrund von Krankheit oder Arbeitslosigkeit nicht mehr bedienen können? Das Produkt Baufi Secure will die Immobilienfinanzierung flexibel absichern.

mehr ...

Investmentfonds

Merck Finck sieht Rückenwind für Aktien

Kurz vor der Amtseinführung von Donald Trump sind vermehrt kritische Stimmen von der Investmentseite laut geworden. Merck Finck blickt der kommenden Handelswoche dennoch optimistisch entgegen.

mehr ...

Berater

WhoFinance und Defino bauen Kooperation aus

Wie das Bewertungsportal WhoFinance und das Defino Institut für Finanznorm mitteilen, haben sie ihre beiden Portale eng miteinander vernetzt. Dadurch sollen Finanzberater und Vermittler künftig die Qualität ihrer Beratung noch besser im Internet darstellen können.

mehr ...

Sachwertanlagen

Doric zieht positive Bilanz für 2016

Quadoro Doric hat mit der kernsanierten Büroimmobilie Trappenburch in Utrecht eine weitere Immobilie für den offenen Spezial-AIF Vescore Sustainable Real Estate Europe übernommen und damit das Jahr 2016 erfolgreich abgeschlossen.

mehr ...

Recht

LV-Verträge als Kreditsicherung: Widerspruchsrecht verwirkt

Werden Lebensversicherungsverträge zur Immobilienfinanzierung eingesetzt, kann das Widerspruchsrecht des Versicherten verwirkt sein, auch wenn die Widerspruchsbelehrungen der Policen nicht korrekt sind. Knackpunkt ist die Bedeutung der Policen als Sicherungsmittel.

mehr ...