22. Februar 2016, 08:52

Catella: Nachfrage nach Wohnimmobilien steigt weiter

Der Trend zur Urbanisierung heizt die Nachfrage nach Wohnimmobilien in den Ballungsräumen weiter an, so ein aktueller Marktbericht von Catella. Die Bandbreite der durchschnittlichen Renditen rangiert in der Untersuchung zwischen 3,4 und 8,2 Prozent.

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Der Durchschnittswert der jährlichen Bruttomietrendite an den untersuchten 77 Standorten liegt nach Angaben von Catella aktuell bei 5,40 Prozent.

Die anhaltend hohe Nachfrage nach Wohnimmobilien in den Metropolregionen und in Standorten mit positivem Bevölkerungssaldo basiert laut Catella auf Urbanisierungseffekten und der strukturell guten wirtschaftlichen Ausgangslage in Deutschland. Die zunehmende Attraktivität der Wohnungsmärkte werde weiterhin höhere Mieten und steigende Objektwerte zur Folge haben.

Investorennachfrage bleibt hoch

In der aktuellen Analyse der Investmentstandorte für das Segment Wohnen kommen die Analysten von Catella zu einem deutlichen Ergebnis: Auch in 2016 werden Investoren zu weiteren Investitionen bereit sein.

Dabei beschreibe das Rendite-Risiko-Schema bei der Bruttorendite eine Bandbreite zwischen Herne mit 8,2 Prozent und München mit 3,4 Prozent – der Durchschnittswert der untersuchten 77 Standorte liege aktuell bei 5,40 Prozent.

Nachfrage erfasst auch mittlere Wohnlagen

Die höchsten Mietpreise lassen sich der Untersuchung zufolge mit 18,39 Euro pro Quadratmeter in München erzielen, während Herne mit 5,53 Euro pro Quadratmeter den geringsten Wert der untersuchten Standorte aufweist.

„Neu und zugleich Tribut an eine veränderte Marktentwicklung ist unsere Aufteilung in sehr gute und mittlere Wohnlagen“, so Dr. Thomas Beyerle, Head of Group Research bei der Vorstellung der Analyse.

Dies habe mit zwei interessanten Entwicklungen an den deutschen Wohnungsmärkten zu tun: Die hohe Nachfrage in den zentralen Stadtlagen sei weiterhin ungebrochen, der Kapitalstrom der Investoren fokussiere sich aber mehr denn je auf Wohnlagen, die sich als sehr wachstumsstark auszeichnen.

„Anders formuliert: Die erwartete prozentuale Mietpreisentwicklung wird sich gemäß Kapitalmarktphilosophie primär auf die mittleren Wohnlagen fokussieren“, so Beyerle.

Mieten werden weiter steigen

Die Analysten erwarten auch in den kommenden Jahren aufgrund der Urbanisierungseffekte im Durchschnitt weiter steigende Mieten. „Der Wert einer Wohnform in der Innenstadt beziehungsweise eine infrastrukturell sehr gut ausgestattete Stadtteillage hat sich in den letzten Jahren preislich neu definiert“, erläutert Beyerle.

Zwar sei der Wohnungsmarkt auch im laufenden Jahr im Fokus der Marktregulierung, doch bei nüchterner Analyse müsse man feststellen, dass staatliche Eingriffe in die Mietpreisentwicklung bisher weder die Mietpreise grundsätzlich gebremst haben, noch hätten Investoren sich messbar zurückgezogen.

Im umworbenen mittleren Segment prognostiziert Catella in den kommenden Jahren deutlich veränderte Preiserwartungen: Die hohe Nachfrage der Investoren, deutlich ansteigende Bauaktivitäten, steigende Durchschnittsmieten und ein anziehendes Angebot an kleineren Wohnungen im Segment 50 bis 60 Quadratmeter werden die strukturelle Gemengelage an den Wohnungsmärkten der deutschen Ballungszentren kennzeichnen.

Die polyzentrale Standortstruktur wiederum gleiche Marktverwerfungen aus und glätte Volatilitätseffekte wie sie aus anderen europäischen Ländern bekannt sind. (bk)

Foto: Shutterstock

 

 

 


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