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2. September 2014, 10:02
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Warum Sie an China glauben können, aber genau hinschauen müssen

China ist etwas ins Gerede gekommen. Vorbei die Zeiten teils zweistelliger Wachstumsraten, an die Stelle sonniger Anlagechancen treten mehr und mehr düstere Wolken. Was ist passiert? Die Antwort ist so einfach wie logisch: Die Erwartungen wurden enttäuscht.

Gastbeitrag von Alexander Lehmann, Invesco

China

“Anleger müssen sich fragen, wie die Struktur und die Nachhaltigkeit des Wachstums in China künftig aussehen werden.”

Aktienmärkte spiegeln nun einmal Zukunftsprognosen wider und die Bewertungen reflektieren das erwartete Wachstum, nicht das aktuelle. Chinesische Aktien wurden im Jahr 2000 mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von 40 gehandelt als das durchschnittliche KGV der Gesamtregion bei 12,4 lag. In den letzten Jahren brachen die Bewertungen chinesischer Aktien auf ein KGV von weniger als 10 ein.

Bessere Aussichten bereits eingepreist

Die Entwicklung verdeutlicht eines der Hauptrisiken bei Investitionen in Schwellenländern. Es besteht darin, dass die besseren Aussichten bereits in den Aktienkursen eingepreist sind. Mit anderen Worten, da die Entwicklung in China nicht nachhaltig war, waren die Erwartungen der Anleger zu hoch.

Viele hatten sich zu sehr auf steigende Investitionen verlassen, aber übersehen, dass das Investitionsvolumen größtenteils von eher ineffizienten Staatsunternehmen stammte. Die Folgen sind bekannt – siehe oben.

Was aber bringt die Zukunft?

Mit welchen Entwicklungen dürfen Anleger in den nächsten Jahren seriöserweise rechnen? Einerseits ist das Wachstum des Bruttoinlandproduktes deutlich zurückgegangen und es ist zu befürchten, dass es in den nächsten zehn Jahren weiter fallen wird – auf vielleicht fünf bis sechs Prozent pro Jahr.

Problematisch wird es, wenn die Regierung dann in ihr altes Verhaltensmuster zurückfällt und künstlich Wachstum erzeugt – und zwar insbesondere über Staatsunternehmen, was zu Ineffizienzen, höheren Schulden und Überkapazitäten in der Schwerindustrie geführt hat.

Seite zwei: Stahlindustrie lässt hoffen

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