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30. März 2012, 12:44
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Rentenmarkt: Stabilisierung dank EZB

Der seit letztem Sommer zu beobachtende Seitwärtstrend am  Rentenmarkt setzte sich in den vergangenen Wochen fort.

Gastkommentar von Dr. Marco Bargel, Chefvolkswirt der Postbank.

Dr. Marco Bargel, Chefvolkswirt der Postbank

Dr. Marco Bargel, Chefvolkswirt der Postbank

Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen liegt aktuell bei 1,85 Prozent und damit in etwa auf Vormonatsniveau. Auch bei kürzeren Laufzeiten gab es am aktuellen Rand kaum Bewegung. In den USA kam es dagegen zu einem signifikanten Anstieg der Renditen. Zehnjährige US-Treasuries notieren aktuell bei 2,2 Prozent und damit rund 20 Basispunkte höher als vor einem Monat. Dementsprechend hat sich die Renditedifferenz zwischen US-Staatsanleihen und deutschen Bundesanleihen auf gut 35 Basispunkte ausgeweitet.

US-Renditen steigen

Ein wesentlicher Grund für die Aufwärtsbewegung bei US-Renditen waren starke Konjunkturdaten aus den USA. Die Erholung des Arbeitsmarktes ist in den letzten Monaten rascher vorangekommen, als noch vor kurzem zu erwarten war. Im Februar wurden 227.000 zusätzliche Stellen geschaffen.

Zudem wurden auch noch die Werte der beiden Vormonate deutlich nach oben korrigiert. Seit Oktober summiert sich der Stellenzuwachs bereits auf eine Million. Die Arbeitslosenquote liegt bei 8,3 Prozent. Sie befindet sich damit zwar weiterhin oberhalb der „Wohlfühlzone“ der US-Notenbank.

US-Arbeitsmarkt wichtige Stütze

Da angesichts verbesserter Jobchancen aktuell aber sehr viele neue Arbeitskräfte aus der sogenannten „Stillen Reserve“ auf den Arbeitsmarkt drängen, ist die tatsächliche Entwicklung noch deutlich besser als es die Entwicklung der Arbeitslosenquote signalisiert. Der Arbeitsmarkt ist inzwischen wieder zu einer wichtigen Stütze für den privaten Verbrauch geworden. So sind die Einzelhandelsumsätze im Februar den neunten Monat in Folge gestiegen. Angesichts der verbesserten Einkommensaussichten für US-Haushalte ist hier in den kommenden Monaten mit weiteren Anstiegen zu rechnen.

Die US-Notenbank hat auf ihrer Sitzung zwar noch keine baldige Trendwende in Aussicht gestellt. Sie hält es weiterhin für wahrscheinlich, dass der Leitzins bis weit in das Jahr 2014 hinein auf seinem aktuellen Niveau verharrt.

Allerdings beurteilten die Währungshüter die konjunkturelle Situation zuletzt etwas positiver. Aus Marktsicht hat sich die Wahrscheinlichkeit einer früheren Zinsanhebung dadurch erhöht. Zudem bleibt die Inflation wegen gestiegener Öl- und Benzinpreise auf einem erhöhten Niveau.

Seite 2: EZB verbucht Dreijahrestender als Erfolg

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