Anzeige
11. Dezember 2015, 10:11
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Schuldenfinanzierung wächst in China wieder stärker

Die Verschuldung chinesischer Unternehmen und Privatpersonen ist im November wieder deutlich stärker ausgefallen als zuletzt.

China1 in Schuldenfinanzierung wächst in China wieder stärker

Bank of China wird zum entscheidenden Faktor

Das gesamte inländische Finanzierungsvolumen (“total social financing”) habe im zurückliegenden Monat bei 1,02 Billionen Yuan (gut 144 Milliarden Euro) gelegen, teilte die chinesische Zentralbank am Freitag in Peking mit. Ökonomen hatten mit einem etwas schwächeren Wert von 970 Milliarden Yuan gerechnet.

Deutliche Erhöhung des Finanzierungsvolumens

Im Vormonat war das gesamte Finanzierungsvolumen nicht einmal halb so hoch gewesen wie im November. Das Volumen hatte im Oktober mit 476,7 Milliarden Yuan auf dem tiefsten Stand seit Juli 2014 gelegen. Das aggregierte Finanzierungsvolumen wird in China seit dem Jahr 2011 erhoben. Es gibt wieder, in welchem Umfang sich Unternehmen und Privatpersonen verschulden. Banken sind von der Rechnung ausgenommen. Der Wert weist üblicherweise deutliche Schwankungen auf.

Nach westlichen Maßstäben ist China im Krisenmodus

“Das Finanzierungsvolumen schwankt stark, weil in der Größe verschiedenste Komponenten enthalten sind”, sagt Frederik Kunze, China-Experte bei der Landesbank NordLB. Unter anderem würden auch Fremdwährungskredite erfasst, deren Wert sich mit Wechselkursschwankungen am Devisenmarkt stark verändere. Einige Beobachter sehen das gesamte Ausmaß der Schuldenfinanzierung in China kritisch. “Wenn China ein westliches Land wäre, würde ich eine Wirtschaftskrise prognostizieren”, sagt Jörg Krämer, Chefvolkswirt der Commerzbank. Bedenkliche Entwicklungen gebe es bei der Unternehmensverschuldung und am Häusermarkt. Allerdings sei im Falle des Falls mit Eingriffen der chinesischen Führung zu rechnen.

Quelle: dpa-AFX

Foto: Shutterstock

Anzeige

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 12/2016

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Flaggschiff-Fonds – IDW S4-Standard – Crowdinvesting – Bankenwelt

Ab dem 17. November im Handel!

Special 4/2016

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Regulierung – betriebliche Altersversorgung – Unfallversicherung – Privathaftpflicht – Gewerbehaftpflichtpolicen

Ab dem 25. Oktober im Handel!

Versicherungen

Ost/West-Renten: SPD deutet Kompromissbereitschaft an

Im Streit über die Finanzierung der Ost/West-Renteneinheit ist die SPD offenbar zu Zugeständnissen bereit. “Unsere Forderung ist klar: Wir wollen, dass die Ost-West-Angleichung aus Steuermitteln finanziert wird”, sagte SPD-Fraktionschef Thomas Oppermann der “Frankfurter Rundschau” (Samstag).

mehr ...

Immobilien

Bauwirtschaft rechnet mit anhaltendem Boom

Die Bauwirtschaft rechnet für 2016 mit einem Plus von fünf Prozent und geht davon aus, dass 2017 ähnlich gut verläuft. Haupttreiber der Entwicklung seien der Straßen- und Wohnungsbau.

mehr ...

Investmentfonds

Italien-Votum: Deutsche-Bank-Chef warnt vor Turbulenzen

Die Deutsche Bank stellt sich nach dem Referendum in Italien auf unruhige Zeiten ein. Der Branche schlage “von außen unverändert eine kalte Brise entgegen”, schrieb Deutsche-Bank-Chef John Cryan in einem am Montag veröffentlichten Brief an die Mitarbeiter des Dax-Konzerns.

mehr ...

Berater

Vollmachtsvermutung: Hoher Prüfungsaufwand für Berater

Laut eines aktuellen Gesetzesentwurfes sollen Ehegatten und eingetragene Lebenspartner in Notfällen einander automatisch vertreten dürfen. In seiner derzeitigen Fassung besteht allerdings die Gefahr, dass die Missbrauchsanfälligkeit dieser Regelung hoch ist.

Gastbeitrag von Margit Winkler, Institut Generationenberatung

mehr ...

Sachwertanlagen

Schifffahrt: Krise, Krise und kein Ende

Der Verkauf der Reederei Hamburg Süd an den Konkurrenten Maersk markiert einen weiteren Höhepunkt der Schifffahrtskrise. Doch was haben AIF aus anderen Branchen damit zu tun? Der Löwer-Kommentar

mehr ...

Recht

IDD: Der Tod der Honorarvereinbarung für Versicherungsmakler

Aktuell erfreuen sich Honorarvereinbarungen – zum Beispiel bei der Vermittlung von Nettotarifen – und Servicepauschalen einer großen Beliebtheit unter Versicherungsvermittlern. Hiermit könnte jedoch bald Schluss sein – jedenfalls wenn es nach dem Willen des Bundeswirtschaftsministeriums geht.

mehr ...