4. Januar 2016, 08:00

Deutschland dichtet und denkt nur noch

Deutschland läuft Gefahr, sich seine eigene Zukunft zu verbauen. Statt sich auf in der Vergangenheit Erreichtem auszuruhen, sollten deutsche Unternehmer mit innovativen Geschäftsmodellen den Aufbruch in die Zukunft wagen.

Gastbeitrag von Tim Bröning, Fonds Finanz Maklerservice

Fonds Finanz Tim Broening in Deutschland dichtet und denkt nur noch

Tim Bröning: “Deutschland, das hochinnovative Land der Dichter und Denker, der Intellektuellen und der Ingenieurskunst, läuft Gefahr, sich seine eigene Zukunft zu verbauen!”

Ich hatte kürzlich die Gelegenheit an einer Diskussionsrunde mit Bundestagsabgeordneten verschiedener Parteien anlässlich einer Verbandstagung teilzunehmen. Grundlegend ging es um Regulierungsfragen in der Finanzdienstleistungsbranche. Interessant war, dass niemand wirklich konkret Stellung nehmen wollte zu der Frage, ob man bei all den Regulierungen nicht das Unternehmertum in Deutschland behindert statt fördert.

Regulierung bremst Unternehmertum

Die Diskussionen waren durch Ängste und Befürchtungen geprägt. Wie sieht es aus mit der Transparenz, den Dokumentationspflichten, dem Datenschutz und der Datensicherheit? Hier müsse man klare und umfassende Regelwerke erstellen. Ein Angebot für eine Lebensversicherung umfasst da heute schon mal weit mehr als 50 Seiten.

Deutschland, das hochinnovative Land der Dichter und Denker, der Intellektuellen und der Ingenieurskunst, läuft Gefahr, sich seine eigene Zukunft zu verbauen! Nicht durch Skandale wie derzeit bei Volkswagen oder Schmiergeldaffären wie vor ein paar Jahren bei Siemens, sondern durch die Zögerlichkeit, echte Reformen einzuleiten und durch den Aufbau von Hürden für das Unternehmertum.

Wo sind sie denn, die deutschen Googles, Ebays, PayPals, Amazons oder Facebooks, die in den USA allesamt erst in den letzten 20 Jahren entstanden sind und heute die Welt beherrschen und hunderttausende von Arbeitsplätzen bieten? Selbst in konservativen, stabilen Branchen wie der Gastronomie gibt es eben keine deutsche Starbucks oder McDonalds.

Seite zwei: Kaum “frisches Blut” im Dax

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