3. Dezember 2015, 11:01
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

PKV-Beiträge 2016: “Bitte Ruhe bewahren”

Wie sich die Beiträge in der privaten Krankenversicherung (PKV) im nächsten Jahr entwickeln werden, ist derzeit noch unklar. Aus dem Markt gebe es diesbezüglich “sehr zurückhaltende Signale”, so ein Branchenexperte. Verbraucherschützer warnen unterdessen vor Prämiensprünge im zweistelligen Bereich.

PKV-Beiträge 2016: Bitte Ruhe bewahren

Gerd Güssler, Chef des Analysehauses KVpro.de, befürchtet, “dass politische Parteien und manche Medien die Niedrigzinspolitik zu ihren Vorteil nutzen, um gegen die PKV zu argumentieren”.

Die private Krankenversicherung (PKV) in Deutschland übt sich in Demut: Auch im vergangenen Jahr musste die Branche einen Bestandsverlust bei den Vollversicherten hinnehmen. Nach Angaben des PKV-Verbands stand ein leichtes Minus von 0,63 Prozent zu Buche, was gegenüber 2013 einen Saldo-Verlust von 55.700 versicherten Personen ergibt. Insgesamt waren 8,83 Millionen Personen privat vollversichert.

Bescheidenheit steht der Branche gut

Doch die PKV hat inzwischen gelernt, mit ihrer derzeitigen Wachstumsschwäche würdevoll umzugehen – und die neue Bescheidenheit steht ihr gut.

Sie besinnt sich darauf, ihre Hausaufgaben vernünftig abzuarbeiten – man könnte auch sagen, sie folgt dem Prinzip “Qualität vor Quantität”. Bei der Assekuranz-Ratingagentur Assekurata weiß man der aktuellen Lage dann auch durchaus positive Seiten für die Branche abzugewinnen.

So bringe die Entwicklung “im Hinblick auf die Ertragslage auch entlastende Effekte für die Unternehmen mit sich” heißt es in der Studie “Marktausblick 2015/2016”. So würden unter anderem die Abschlusskostenergebnisse steigen, weil die Versicherer weniger Geld für Abschlussprovisionen ausgeben müssen als geplant.

Sinkende Abschlusskosten

Die sinkenden Abschlusskosten führen demnach in Verbindung mit der aktuell günstigen Schadenentwicklung zu höheren versicherungsgeschäftlichen Ergebnissen. Die Folge: Die PKV stehe mit Blick auf die versicherungstechnische Erfolgslage momentan besser da “als je zuvor”, stellen die Analysten fest.

Das nachlassende Neugeschäft, verbunden mit geringeren Abschlussprovisionen, bietet dabei auch den Versicherten Vorteile: So müssen die Versicherten an den steigenden Gewinnen der Gesellschaften zu mindestens 80 Prozent über die Rückstellung für Beitragsrückerstattung (RfB) beteiligt werden.

Kunden profitieren

Mit einer höheren RfB-Quote steht den Gesellschaften mehr Geld zur Abmilderung von Beitragsanpassungen zur Verfügung, wovon die Kunden im Bedarfsfall profitieren.

Seite zwei: “Bei der RfB-Quote gilt grundsätzlich, je höher, desto besser”

Weiter lesen: 1 2 3

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 3/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Pflegevorsorge - Small Caps - Zinshäuser - Digitalisierung - Honorarberatung - Leadsgewinnung - Nachfolge-Planung

Ab dem 16. Februar am Handel.

 

Cash. 2/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Absolute-Return – Insurtechs – Robo Advisors – Denkmalimmobilien

Versicherungen

Krankenkassen fahren Milliardenplus ein

Die gesetzlichen Krankenkassen haben im vergangenen Jahr ein Finanzplus von rund 1,4 Milliarden Euro eingefahren. Das Geldpolster der Kassen ist nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur auf 15,9 Milliarden Euro gestiegen.

mehr ...

Immobilien

Aktuelle Niedrigzinsen nicht ausschlaggebend für Immobilienkauf

Die historisch niedrigen Zinsen spielen keine herausragende Rolle bei der Entscheidung für den Kauf einer Immobilie, so das Ergebnis einer Studie von Immowelt. Viel gewichtiger sind andere Gründe.

mehr ...

Investmentfonds

Verhaltensanalysen sind wichtiger denn je

Cash. sprach mit Iwan Brouwer, Kapitalmarktexperte bei NNIP, über Chancen und Risiken im Multi-Asset-Bereich. Dabei stellt er die neusten Trends in diesem Sektor vor.

mehr ...

Berater

Hamburger Sparkasse gestaltet ihr komplettes Filialnetz neu

Mit einem neuen Filialkonzept will die Hamburger Sparkasse Menschen animieren, in die Filialen zu kommen “auch wenn sie gerade keine Geldgeschäfte brauchen”. Das Filialnetz werde in den kommenden Jahren zwar leicht schrumpfen, soll aber das größte in Hamburg bleiben.

mehr ...

Sachwertanlagen

KGAL platziert 930 Millionen Euro bei Institutionellen

Die KGAL Gruppe aus Grünwald hat im Geschäftsjahr 2016 fast 930 Millionen Euro an institutionellem Kapital eingeworben und damit das neu gezeichnete Eigenkapital gegenüber dem Vorjahr um 36 Prozent gesteigert.

mehr ...

Recht

BAG-Urteil: Witwenrente nicht nur für “jetzige” Ehefrau

Eine in Allgemeinen Geschäftsbedingungen enthaltene Klausel, mit der nur der “jetzigen” Ehefrau des Arbeitnehmers eine Hinterbliebenenversorgung zugesagt ist, benachteiligt ihn unangemessen, so das Bundesarbeitsgericht.

mehr ...