Anzeige
Anzeige
13. Oktober 2015, 08:13
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

“So viel Garantie wie nötig, so viel Investment wie möglich”

Hermann Schrögenauer, Vertriebsvorstand Zurich Leben in Deutschland, spricht über künftige Vergütungsstrukturen im Versicherungsvertrieb, den Rückzug seines Hauses aus der klassischen Lebensversicherung und über die Frage, ob er Genugtuung empfindet, dass Mitbewerber dem Beispiel der Zurich folgen.

Zurich Kunden

Hermann Schrögenauer, Zurich: “Die Emotionen sind immer dann am stärksten, wenn es um die Höhe der Provisionen und damit um das Einkommen unserer Vermittler geht.”

Cash.: Herr Schrögenauer, das Lebensversicherungsreformgesetz (LVRG) ist vor gut einem Dreivierteljahr vollumfänglich in Kraft getreten. Wie hat sich Ihre Wahrnehmung des Gesetzes seither verändert?

Schrögenauer: Der Gesetzgeber hat hier sehr schnell reagiert und im Zuge des LVRGs viele sinnvolle Schritte unternommen, damit das Lebensversicherungsgeschäft zukunftsfähig bleibt. Am meisten wird die Deckelung der Zillmerung diskutiert, was auf die Vertriebskosten wirkt. Daraus abgeleitet, sind die Emotionen immer dann am stärksten, wenn es um die Höhe der Provisionen und damit um das Einkommen unserer Vermittler geht. Meine Meinung ist, dass wir über die Zeit noch stärker die Abschlussprovision senken müssen zugunsten der Bestandsprovision. Denn damit eröffnet sich für den Kunden eine viel transparentere und bessere Perspektive auf Altersvorsorgeprodukte: Die Rückkaufswerte für den Kunden steigen und der Vermittler hat über die Zeit immer wieder die Chance, ihn über den Verlauf seiner Vorsorge vor dem Hintergrund der individuellen Lebenssituation zu beraten.

Viele ihrer Branchenkollegen glauben, dass der Übergang zu neuen Vergütungsformen erst im Jahr 2016 Gestalt annimmt. Sie selbst haben einmal gesagt, dass bereits 2015 das Übergangsjahr markiert. Woran machen Sie dies fest?

Die ersten Auswirkungen des Gesetzes spürt man natürlich schon 2015. Neue Tarife mussten konzipiert werden und ein Großteil der Versicherer ist bereits 2015 mit einem geänderten Courtagemodell in den Markt gegangen. Da die nun neue heterogene Courtagelandschaft für viel Verunsicherung in der Maklerschaft gesorgt hat, wird es bis Ende 2016 dauern bis der Markt sich neu sortiert und sich neue Courtagemodelle durchsetzen. Der Markt fordert wieder eine gewisse Vereinheitlichung der Modelle und einige Versicherer werden ihre zunächst gestarteten neuen Vergütungsmodelle überdenken und im Laufe des Jahres 2016 noch ändern müssen.

Seite zwei: “Rückkehr zu klassischen Produkten wird es nicht geben”

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 10/2016

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Multi-Asset-Fonds - Digitalisierung - Kfz-Policen - Spezialitätenfonds - Robo Advice - Wohnimmobilien

Ab dem 15. September im Handel

Rendite+ 3/2016 "Immobilien"

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Deutschlands beste Wohnimmobilien-Standorte - Marktreport Anlageimmobilien - Aktuelle Baufinanzierungstrends - Mietrecht etc.


Ab dem 1. September im Handel.

Versicherungen

GDV: Eiopa sollte IDD-Entwurf überarbeiten

Der Umsetzungsvorschlag der europäischen Aufsichtsbehörde Eiopa zur europäischen Richtlinie Insurance Distribution Directive (IDD) würde nach Ansicht des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) auf ein faktisches Provisionsverbot hinauslaufen. Der Verband fordert daher eine Überarbeitung.

mehr ...

Immobilien

Wunschbüro der Zukunft überraschend konservativ

Wie stellen sich die Generationen X und Y das Büro der Zukunft vor? Unter dem Titel „Office of the future?“ untersuchten Savills und die Unternehmensberatung Consulting cum laude die Vorstellungen vom Büro der Zukunft.

mehr ...

Investmentfonds

Europäischer Aktienmarkt unterschätzt heimische Konjunktur

Bei vielen Investoren hat die europäische Konjunktur derzeit einen schlechten Ruf. Allerdings ist die Ausgangssitution für einige Experten positiver als angemommen.

mehr ...

Berater

Presse: Commerzbank steht vor massiven Stellenstreichungen

Die Commerzbank steht Presseberichten zufolge vor einem drastischen Stellenabbau. Der seit Mai amtierende Vorstandschef Martin Zielke wolle mindestens 5000 der derzeit konzernweit rund 50.000 Jobs streichen, schrieb das “Wall Street Journal” auf seiner Internetseite unter Berufung auf mit den Planungen vertraute Personen.

mehr ...

Sachwertanlagen

Inhaberwechsel bei Autark Capital Care

Lars Schmidt (44) hat am 1. September die Autark Capital Care GmbH zu 100 Prozent übernommen und ist neuer Geschäftsführer. Er löst damit Wolfgang Laufer ab, der das Unternehmen im November 2015 gegründet hatte.

mehr ...

Recht

Massenkündigungen von Bausparverträgen: Nicht nur juristisches Problem

Die niedrigen Zinsen veranlassen viele Bausparkassen zur Kündigung von Bausparverträgen. Die Kündigungswelle wirft nicht nur juristische Fragen auf, sondern hat auch wirtschaftliche Konsequenzen.

mehr ...