Betriebliche Krankenversicherung: Allianz sichert sich mehr als ein Drittel des Marktwachstums

Dr. Jan Esser, Vorstandsvorsitzender Allianz PKV
Foto: Allianz PKV
Allianz PKV-Vorstandsvorsitzender Dr. Jan Esser

Die Allianz Private Krankenversicherung hat im bKV-Markt 2025 massiv Boden gutgemacht: 36 Prozent des gesamten Marktwachstums entfielen auf den Münchner Versicherer.

Die betriebliche Krankenversicherung zählt zu den am stärksten wachsenden Segmenten im deutschen Versicherungsmarkt – und die Allianz Private Krankenversicherungs-AG (APKV) gehört derzeit zu den größten Nutznießern dieser Entwicklung.

Im Jahr 2025 entfiel mehr als ein Drittel des gesamten Marktwachstums auf den Münchner Versicherer: 36 Prozent aller Unternehmen, die im vergangenen Jahr erstmals eine bKV für ihre Belegschaft abschlossen, entschieden sich für ein Angebot der APKV. Gemessen an den Monatsbeiträgen stieg das Neugeschäft um 58 Prozent gegenüber dem Vorjahr.


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Das Segment selbst hat laut PKV-Verband inzwischen eine beachtliche Größe erreicht: 60.600 Unternehmen nutzen die betriebliche Krankenversicherung, insgesamt sind 2,82 Millionen Menschen über diesen Weg versichert. Die APKV profitiert überproportional von diesem Trend.

Der Wachstumsschub setzt sich auch 2026 fort. Im ersten Quartal verdreifachte sich das Neugeschäft gegenüber dem Vorjahreszeitraum – ein Plus von 196 Prozent. „Die Zahl unserer Firmenkunden hat sich innerhalb von zwei Jahren verdoppelt“, sagt Jan Esser, Vorstandsvorsitzender der Allianz Privaten Krankenversicherung.

bKV als Personalinstrument im Wettbewerb um Fachkräfte

Als wesentlichen Wachstumstreiber nennt Esser das im Jahr 2025 neu eingeführte bKV-Konzept. „Wesentlicher Wachstumstreiber war unser 2025 neu eingeführtes bKV-Konzept ‚Für die Besten. Nur das Beste‘. Es verbindet flexible Tarife mit umfassenden Leistungen und medizinischen Services und bietet damit genau das, was Arbeitgeber und Belegschaften heute erwarten.“

Für Arbeitgeber hat die bKV einen doppelten Reiz: Sie ist administrativ vergleichsweise einfach zu handhaben und gilt gleichzeitig als einer der Benefits, den Beschäftigte am stärksten schätzen. Gesundheitsleistungen gehören zu jenen Extras, die Mitarbeitende nicht einmalig, sondern mehrfach im Jahr direkt erfahren – was ihre Wirkung als Bindungs- und Motivationsinstrument verstärkt.

Unternehmen setzen die arbeitgeberfinanzierte Krankenzusatzversicherung deshalb zunehmend gezielt im Wettbewerb um qualifizierte Arbeitskräfte ein. Der Markt reagiert: Das Wachstum der vergangenen Monate zeigt, dass die bKV vom Nice-to-have zum strategischen Personalinstrument geworden ist.

Neue Tarife erweitern die Gestaltungsmöglichkeiten

Im April 2025 führte die APKV zwei neue Produkte ein: die Budgettarife „MeineGesundheit“ sowie die Zahnbausteine „RundumZahn“. Beide ergänzen ein Portfolio, das neben klassischen Budgettarifen auch modulare Bausteine und medizinische Services umfasst.

Für Unternehmen bedeutet das mehr Spielraum bei der Zusammenstellung individueller Gesundheitspakete für verschiedene Mitarbeitergruppen – etwa nach Einkommen, Funktion oder Bedarf. Die neuen Tarife richten sich damit explizit an Arbeitgeber, die differenzierte Lösungen suchen, statt ein einheitliches Produkt für die gesamte Belegschaft anzubieten.

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