Der chinesische Staatspräsident Xi Jinping hat US-Präsident Donald Trump am Donnerstagvormittag in der Großen Halle des Volkes in Beijing zu Gesprächen empfangen. Im Mittelpunkt standen die künftigen Beziehungen zwischen beiden Staaten sowie die Rolle Chinas und der USA in einer zunehmend angespannten internationalen Lage.
Xi Jinping erklärte, die Welt befinde sich angesichts tiefgreifender globaler Veränderungen erneut an einem historischen Wendepunkt. Die internationale Lage sei von Unordnung und komplexen Verflechtungen geprägt. Vor diesem Hintergrund stellte Xi mehrere Grundsatzfragen zur künftigen Zusammenarbeit beider Staaten.
Er fragte, ob China und die USA die sogenannte „Thukydides-Falle“ überwinden und ein neues Modell der Beziehungen zwischen Großmächten entwickeln könnten. Ebenso gehe es darum, ob beide Länder gemeinsam globale Herausforderungen bewältigen und mehr Stabilität für die Welt schaffen könnten.
Strategische Stabilität als Leitlinie
Xi Jinping betonte, dass die gemeinsamen Interessen Chinas und der USA größer seien als ihre Differenzen. Der Erfolg des jeweils anderen Landes müsse als Chance verstanden werden. Stabile Beziehungen zwischen beiden Staaten seien aus seiner Sicht ein Gewinn für die Weltgemeinschaft.
Beide Seiten sollten Partner statt Gegner sein und einen Weg finden, wie Großmächte in einer neuen Ära miteinander umgehen könnten. Xi erklärte, er freue sich auf einen Austausch mit Donald Trump über zentrale Fragen, die sowohl die beiden Staaten als auch die internationale Gemeinschaft beträfen.
Zugleich äußerte Xi die Hoffnung, die Beziehungen zwischen China und den USA auf eine neue Grundlage zu stellen. Gemeinsam wolle man „das große Schiff der chinesisch-amerikanischen Beziehungen sicher steuern“, damit das Jahr 2026 zu einem „historischen und bahnbrechenden Jahr“ für die bilateralen Beziehungen werde.
China setzt auf stabile Beziehungen
Xi Jinping bekräftigte zudem, China setze sich weiterhin für stabile, gesunde und nachhaltige Beziehungen zu den USA ein. Er und Donald Trump seien sich einig, dass eine Beziehung mit „konstruktiver strategischer Stabilität“ künftig die Ausrichtung der bilateralen Beziehungen bilden solle.
Diese Leitlinie solle nach den Worten Xis nicht nur in den kommenden drei Jahren gelten, sondern darüber hinaus Bestand haben. Er zeigte sich überzeugt, dass ein solcher Kurs sowohl von den Bevölkerungen beider Länder als auch von der internationalen Gemeinschaft positiv aufgenommen werde.












