Corona-Schäden lassen Gewinn von Versicherer Talanx einbrechen

Foto: Picture Alliance
Vorstandschef Torsten Leue

Hohe Schäden durch die Coronakrise haben beim Versicherungskonzern Talanx im abgelaufenen Jahr deutlich am Gewinn gezehrt. Unter dem Strich stand nach vorläufigen Zahlen ein Überschuss von 673 Millionen Euro und damit 27 Prozent weniger als ein Jahr zuvor, wie das Unternehmen mit Marken wie HDI und Neue Leben am Freitag in Hannover mitteilte.

Vorstandschef Torsten Leue hatte zuletzt einen Überschuss von deutlich über 600 Millionen Euro in Aussicht gestellt. Ohne die Belastungen durch die Pandemie hätte Talanx das Rekordergebnis des Vorjahres übertroffen, hieß es.

In dem Ergebnis schlägt sich auch der Gewinneinbruch beim weltweit drittgrößten Rückversicherer Hannover Rück nieder, an dem Talanx gut die Hälfte der Anteile hält. Insgesamt summierten sich die coronabedingten Schäden den Angaben zufolge auf 1,5 Milliarden Euro. Die Brutto-Prämieneinnahmen stiegen hingegen um gut vier Prozent auf 41,1 Milliarden Euro.

Im neuen Jahr will Leue den Gewinn des im SDax gelisteten Talanx-Konzerns wieder nach oben treiben. Wie bereits im Herbst angekündigt, peilt er für 2021 einen Überschuss von 800 bis 900 Millionen Euro an. (dpa-AFX)

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