Deutscher Versicherungs-Award 2026: Diese Anbieter setzen sich durch

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Der Deutsche Versicherungs-Award 2026 ist vergeben und liefert erneut einen breiten Überblick über die Leistungsfähigkeit der Branche

Mehr als 12.000 Tarife, verdeckte Servicetests und ein breiter Marktvergleich: Der Deutsche Versicherungs-Award 2026 liefert erneut eine umfassende Standortbestimmung der Branche. Welche Anbieter überzeugen.

Der Deutsche Versicherungs-Award 2026 ist vergeben und liefert erneut einen breiten Überblick über die Leistungsfähigkeit der Branche. Insgesamt wurden 40 Versicherer in 37 Kategorien ausgezeichnet. Dabei reicht die Bandbreite von der Berufsunfähigkeitsversicherung bis zur Kfz-Police.

Im Zentrum der umfassenden Untersuchung stand die Frage, wie zuverlässig Versicherer im Leistungsfall sind. Grundlage der Bewertung sind nicht Selbstauskünfte der Anbieter, sondern tatsächliche Versicherungsbedingungen, Unternehmenskennzahlen und Beiträge. Damit entsteht ein belastbarer Marktvergleich über zahlreiche Sparten hinweg.


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Für die aktuelle Auswertung hat die Ratingagentur Franke und Bornberg mehr als 12.000 Tarife untersucht. Über 5.000 Datensätze flossen in die Bewertung ein, die durch eine Serviceanalyse des Deutschen Instituts für Service-Qualität ergänzt wurde.

Kombination aus Leistungsanalyse und Serviceprüfung

Ein wesentlicher Bestandteil des Awards ist die Serviceanalyse. Das DISQ hat dafür 975 verdeckte Tests durchgeführt, darunter Telefonberatungen, E-Mail-Anfragen und Prüfungen der Nutzerfreundlichkeit von Online-Angeboten. Bewertet wurden Erreichbarkeit, Beratungsqualität und digitale Prozesse. Die Ergebnisse der Leistungsanalyse gingen zu zwei Dritteln in die Gesamtwertung ein, die Serviceergebnisse zu einem Drittel. So berücksichtigt der Award sowohl die Produktqualität als auch die Kundenerfahrung.

Gesamtsieger in zentralen Versicherungsbereichen

In mehreren übergeordneten Kategorien wurden zudem Gesamtsieger ermittelt. Im Bereich Fahrzeugversicherung setzte sich die Huk-Coburg durch und belegte in allen drei motorisierten Kategorien jeweils den ersten Platz.

Im Privatschutz erreichte die Gothaer die Spitzenposition. Sie platzierte sich in vier von fünf Kategorien unter den besten drei Anbietern und erzielte unter anderem Top-Platzierungen in der Privathaftpflicht und Wohngebäudeversicherung.

In der privaten Krankenvollversicherung überzeugte die Arag mit durchgängig starken Ergebnissen über alle bewerteten Kategorien hinweg. Bei den Zusatzversicherungen teilten sich Huk-Coburg und SDK den ersten Rang. In der Altersvorsorge sicherte sich die Europa Lebensversicherung mehrere Spitzenplätze über verschiedene Produktlinien hinweg.

Breiter Marktvergleich über alle Sparten

Der Award deckt insgesamt neun Versicherungsbereiche ab, darunter auch Rechtsschutz, Arbeitskraftabsicherung und Gewerbeversicherungen. Damit bildet die Analyse den Markt in großer Breite ab. Michael Franke, Geschäftsführer von Franke und Bornberg, sagt: „Keine Versicherung kann mehr leisten, als im Kleingedruckten steht. Doch selbst gute Bedingungen nützen wenig, wenn es an finanzieller Stabilität, fairen Prozessen oder einem angemessenen Preis fehlt. Wir prüfen alle drei Dimensionen – Bedingungen, Bilanzen und Beiträge.“

Auch die Serviceperspektive fließt maßgeblich ein. Bianca Möller, Geschäftsführerin des DISQ, sagt: „Die Unterschiede in der Kundenorientierung sind in der Versicherungsbranche klar erkennbar. Die prämierten Anbieter setzen sich davon ab: Sie verbinden faire Konditionen mit einer zuverlässigen Servicequalität und schaffen so Vertrauen bei ihren Kundinnen und Kunden.“

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