Besonders ärgert Heinz offenbar, dass der Gesamtverband der Versicherungswirtschaft (GDV) sich grundsätzlich positiv zur Frühstartrente und einschließlich kostenlosem staatlichen Standarddepot geäußert hat. „Da haben wir einen Riesen-Dissens mit dem GDV“, so Heinz. „Das werden wir uns auf Dauer nicht bieten lassen.“
In Bezug auf nicht zulässige Abschlusskosten und Kostendeckel betonte Heinz: „Wir müssen darüber nachdenken, ob Courtagen und Provisionen noch das Vergütungsmodell der Zukunft sind“. Es müsse stattdessen über Honorarmodelle nachgedacht werden. Auf Nachfrage präzisierte er, dass dies keine generelle Abkehr vom Provisionsmodell sei, aber wenn die Vermittler laut Gesetz nicht über Provisionen bezahlt werden dürfen, müsse das halt auf andere Weise geschehen. Provisions- und Honorarmodelle können demnach durchaus nebeneinander stehen.
Modell wird im BVK-Präsidium diskutiert
Der BVK diskutiere derzeit im Präsidium, wie ein solches Modell aussehen könnte. Zielsetzung ist ein rechtssicherer und praktikabler Vorschlag, nach dem Vermittler ihre Kunden über die Art der Vergütung entscheiden lassen können. Wenn der Kunde etwa bei der Frühstartrente kein Beratungshonorar bezahlen möchte und eine Provision nicht erlaubt ist, müsse der Vermittler die Beratung halt ablehnen, so Heinz.
Der Vorschlag werde zunächst im BVK-Präsidium und dann mit den Mitgliedsvereinigungen diskutiert. Politik und Versicherungsgesellschaften werden zunächst nicht einbezogen. Einen Zeithorizont für den Vorschlag nannte Heinz nicht. Es klingt allerdings nicht danach, dass ein solcher kurzfristig zu erwarten ist.
Julie Schellack, Vizepräsidentin des Bundesverbands Deutscher Versicherungsmakler (BDVM), ergänzte, dass Honorare „alles andere als das Lieblingsmodell“ seien. Aber die Vermittler müssten eben angemessen honoriert werden. Auch die vielfach kritisierten Provisionen seinen keineswegs zu hoch, sondern eine angemessene Vergütung für eine wertvolle Leistung.
Daneben präsentierte der BVK auf der Pressekonferenz unter anderem die Ergebnisse einer Umfrage zur Reform der Privaten Altersvorsorge.














