Finexity hat den Start seiner KI-Strategie bekannt gegeben und bringt mit Finexity Access ein erstes Modul für den Primärmarktvertrieb auf den Markt. Die Lösung ermöglicht digitale Zeichnungsstrecken für tokenisierte und konventionelle Wertpapiere und ist Teil einer auf 24 Monate angelegten Transformationsagenda.
Zum Auftakt stellt das Unternehmen zwei unterschiedliche Zeichnungsstrecken bereit. Eine richtet sich an Emittenten, die im Rahmen des Emittentenprivilegs selbst den Vertrieb übernehmen. Die zweite adressiert vertraglich gebundene Vermittler und Vertriebspartner im regulatorischen Umfeld von MiFID II. Beide Varianten sind so ausgelegt, dass sie sowohl tokenisierte als auch klassische Wertpapiere abbilden.
Damit zielt Finexity auf eine engere Verzahnung zwischen traditionellem Kapitalmarkt und tokenisierten Strukturen. Die Lösung soll insbesondere Banken, Finanzinstituten und Beratern den Zugang zu digitalen Wertpapieren erleichtern.
Integration in bestehende Vertriebskanäle
Die technische Einbindung erfolgt über eine standardisierte Schnittstelle in Form einer Checkout-URL. Diese lässt sich in Webseiten, digitale Kampagnen, Mailings oder auch QR-Codes integrieren. Emittenten verwalten ihre Angebote zentral, während Vertriebspartner strukturiert angebunden und für relevante Produkte freigeschaltet werden.
„Finexity Access ist das erste Modul unserer KI-Strategie und der Startschuss für eine Infrastruktur, die die gesamte Wertschöpfungskette des Kapitalmarkts neu denkt“, betont Tim Janssen, CTO Finexitiy Group. „Wir entwickeln modular, wir entwickeln KI-first, und wir entwickeln für eine Welt, in der tokenisierte und konventionelle Wertpapiere selbstverständlich nicht nur nebeneinander, sondern miteinander existieren.“
Ziel der Strategie ist der Aufbau einer skalierbaren Infrastruktur, die auch bei steigenden Transaktionszahlen ohne proportional wachsenden operativen Aufwand funktioniert. Weitere Module sollen in den kommenden zwei Jahren entlang der gesamten Wertschöpfungskette folgen.
KI in zentralen Prozessschritten
Parallel zur Einführung von Finexity Access integriert das Unternehmen erste KI-gestützte Funktionen in ausgewählte Prozessschritte. Dazu zählen die Vorprüfung von Kundendaten, Identifizierungsverfahren sowie Angemessenheitsprüfungen und die Bereitstellung investitionsbezogener Informationen.
Darüber hinaus testet das Capital-Markets-Team eine KI-gestützte Anwendung zur Due-Diligence-Prüfung von Emissionsanfragen. Ziel ist es, Prozesse zu beschleunigen und gleichzeitig regulatorische Anforderungen effizient abzubilden. Die ersten Partneranbindungen befinden sich bereits in der Umsetzung. Vertriebspartner sollen die neue Infrastruktur zeitnah im Primärmarktvertrieb einsetzen, während weitere Integrationen vorbereitet werden.













