GDV-Blitzbilanz 2025: Weniger Einschläge und höhere Kosten

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Blitze am Horizont: Ein Gewitter über einer Großstadt
Foto: AdobeStock/stnazkul
Gewitter über einer Großstadt

Blitze haben 2025 in Deutschland deutlich weniger Schäden verursacht als im Vorjahr. Doch wer betroffen war, zahlte mehr denn je. Der GDV verzeichnet einen historischen Tiefstand bei Erdblitzen, während der durchschnittliche Schadenswert erneut einen Höchststand erreicht.

Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) hat seine Blitzbilanz für das Jahr 2025 vorgelegt. Demnach wurden im vergangenen Jahr 180.000 Blitz- und Überspannungsschäden registriert – 40.000 weniger als 2024. Hausrat- und Wohngebäudeversicherer leisteten Zahlungen in Höhe von 310 Millionen Euro, rund 30 Millionen Euro weniger als im Vorjahr. Damit fügt sich die Bilanz in ein insgesamt vergleichsweise schadenarmes Naturgefahrenjahr ein.


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Trotz des Rückgangs bei Schadenanzahl und Gesamtvolumen stieg die durchschnittliche Schadenssumme erneut an. „Jeder Schaden kostete die Versicherer rund 1.760 Euro und somit rund elf Prozent mehr als im Vorjahr“, sagt GDV-Hauptgeschäftsführer Jörg Asmussen. „Damit haben wir erneut einen Höchstwert erreicht. Diese Entwicklung hält seit einigen Jahren an. Grund dafür ist vor allem die immer hochwertigere und technisch modernere Ausstattung von Gebäuden.“

Laut VdS Schadenverhütung kam es 2025 durchschnittlich etwa alle drei Minuten zu einem Blitz- oder Überspannungsschaden. Im Vorjahr war es noch etwa alle zweieinhalb Minuten der Fall.

Historischer Tiefstand bei Erdblitzen seit Beginn der Aufzeichnungen

Der Rückgang der Schadensfälle korrespondiert mit einer außergewöhnlich geringen Blitzaktivität im Jahr 2025. In Deutschland wurden lediglich knapp 100.000 Erdblitze – also Blitze, die den Boden erreichen – registriert. Die Zahl liegt damit rund 70 Prozent unter dem Durchschnitt der Jahre 2000 bis 2024 und markiert seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 2000 den niedrigsten jemals gemessenen Wert. Zum Vergleich: Im blitzintensiven Jahr 2007 wurden noch rund 573.000 Erdblitze gezählt.

GDV-Blitzschädenbilanz

Mit rund 29.000 Einschlägen entfiel fast ein Drittel des gesamten Jahreswertes auf den Monat Juni. Da veränderte Messtechniken einen direkten Vergleich der Gesamtblitzanzahl über die Jahre hinweg einschränken, stützt sich die GDV-Auswertung vorrangig auf die Erdblitzdaten.

Wohngebäude- und Hausratversicherung decken unterschiedliche Schadenstypen ab

Blitzschäden entstehen nicht allein durch direkte Einschläge. Auch Überspannungen – kurzfristig unkontrolliert ansteigende Spannung im Stromnetz – können erhebliche Schäden verursachen. Typische Direktschäden umfassen zerstörte Dachflächen, Risse im Mauerwerk oder am Schornstein. Überspannungen führen dagegen häufig zu beschädigten Elektrogeräten wie Computern oder Telefonanlagen sowie zu Schäden an der Haustechnik, etwa an Heizungssteuerungen.

Die Wohngebäudeversicherung deckt Schäden am Dach, am Mauerwerk sowie Überspannungsschäden an fest eingebauten elektrischen Installationen ab – einschließlich anfallender Aufräumarbeiten, Hotelkosten und der Grundstückssicherung. Schäden an beweglichen Einrichtungsgegenständen wie Fernsehern oder Computern sind hingegen über die Hausratversicherung abgesichert.

Gegen Blitz- und Überspannungsschäden lassen sich Gebäude durch einen kombinierten äußeren und inneren Blitz- und Überspannungsschutz absichern.

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