Die Generali Gruppe hat ihre globale Care-Plattform unter einer neuen Marke zusammengefasst. Redion vereint die Aktivitäten von Europ Assistance und Generali Employee Benefits (GEB), die seit knapp drei Jahren bereits als integrierte Einheit operieren. Antoine Parisi übernimmt als Group CEO die Leitung der neuen Marke.
Die Plattform hat im Geschäftsjahr 2025 einen Jahresumsatz von 5,8 Milliarden Euro erzielt und beschäftigt mehr als 12.000 Mitarbeitende in über 190 Ländern. Im Segment Employee Benefits beansprucht Redion die weltweite Marktführerschaft – eine Position, die auch durch die Übernahme des Swiss Life Network Anfang 2026 gestärkt wurde. Im Bereich Assistance und Reiseversicherung steht das Unternehmen nach eigenen Angaben auf Rang zwei weltweit. Zu den Kunden zählen multinationale Unternehmen, Reiseanbieter und Finanzinstitute. Das Angebot umfasst Reiseversicherung, medizinische Assistance, Mitarbeiterschutz sowie Embedded-Insurance-Lösungen.
Was sich für Kunden und Partner ändert
Operativ ändert sich für bestehende Kunden nichts: Verträge, Ansprechpartner, Telefonnummern und Servicevereinbarungen bleiben unverändert. Der Schritt ist ein Rebranding – kein Umbau der zugrundeliegenden Strukturen.
Jean-Laurent Granier, Chairman von Redion, begründet den Zeitpunkt: „Seit einiger Zeit ist die Realität dieser Organisation der Marke, die sie trägt, weit voraus. Die Qualität, die globale Reichweite, und die echte Tiefe der Expertise – das ist bereits gelebte Realität und wird von unseren Partnern und Kunden jeden Tag erlebt. Heute geben wir ihr einfach die Marke, die sie verdient.“
Giulio Terzariol, Group Deputy CEO der Generali, ordnet den Schritt in die Konzernstrategie ein: „Redion ist Ausdruck dessen, was Generali Care bereits geworden ist: eine globale, integrierte Plattform, die speziell dafür entwickelt wurde, umfassende Fürsorge in allen Bereichen des Lebens der Menschen zu bieten.“
Zwei Unternehmen mit langer Geschichte
Europ Assistance wurde vor mehr als 60 Jahren gegründet und gilt als Wegbereiter der globalen Assistance-Branche. Seither hat das Unternehmen sein Angebot auf Reiseversicherung, Pannenhilfe und persönliche Dienstleistungen ausgeweitet. GEB wurde 1966 gegründet und ist auf Mitarbeiterleistungen für multinationale Konzerne spezialisiert. Die Übernahme des Swiss Life Network Anfang 2026 hat die Marktposition im Bereich Employee Benefits weiter ausgebaut.
Unter Redion sollen beide Einheiten eine gemeinsame Datenstrategie verfolgen und Investitionen in künstliche Intelligenz bündeln. KI soll dabei Entscheidungen der Mitarbeitenden unterstützen – in der medizinischen Rückholung ebenso wie bei Arbeitsunfällen – nicht aber ersetzen. Group CEO Parisi beschreibt den Ansatz: „Wir sind digital first — und immer menschlich. Jede Kundin und jeder Kunde kann sich überall auf der Welt vollständig von Menschen betreuen lassen.“















