Höhere Mieten treiben Vonovia an – Finanzierungskosten belasten Gewinn

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Moderne braune Wohngebäude aus backstein mit Balkonen, Reihenhäuser, Mehrfamilienhäuser, Bremen, Deutschland
Foto: AdobeStock/detailfoto
Symbolbild.

Vonovia hat im ersten Halbjahr operativ von steigenden Mieten und einem besseren Dienstleistungsgeschäft profitiert. Höhere Finanzierungskosten belasteten jedoch den Gewinn. Für das Gesamtjahr hält der Konzern an seinen Zielen fest, passt den Ausblick für das Mietwachstum jedoch leicht an.

Höhere Mieten haben Deutschlands größten Wohnimmobilienkonzern Vonovia im ersten Halbjahr Auftrieb gegeben. Aber auch das Geschäft mit Zusatzleistungen entwickelte sich deutlich besser, wie das Unternehmen aus Bochum mitteilte. Auf den Nettogewinn drückten hingegen höhere Finanzierungskosten. Während der Dax-Konzern für das laufende Jahr die Ergebnisziele bestätigte, wird er für das Mietwachstum wegen des Berliner Mietspiegels etwas vorsichtiger.


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„Wir haben unsere starke Leistung in den Kerngeschäften Vermietung und Value-add fortgesetzt“, sagt Unternehmenschef Luka Mucic laut einer Mitteilung. Damit habe das Unternehmen das geringere Tempo bei seinen Vertriebsaktivitäten ausgleichen können. Für die zweite Jahreshälfte rechnet der Manager damit, dass diese sowohl im Neubau als auch beim Verkauf von einzelnen Wohnungen an Fahrt gewinnen werden.

Verkäufe für rund 700 Millionen Euro realisiert

Im ersten Halbjahr habe das Unternehmen Verkäufe in Höhe von rund 700 Millionen Euro realisiert, hieß es. Darin eingeschlossen sei auch der Verkauf des Minderheitsanteils an Vesteda Residential Fund. Vonovia hatte sich 2020 mit 2,6 Prozent an dem niederländischen Wohnungsportfolio beteiligt. Insgesamt seien Veräußerungen von 400 Millionen Euro bereits abgeschlossen. Das Geld soll wie geplant zum Schuldenabbau bis 2028 beitragen.

Vonovia gehörten Ende Juni mehr als 528.000 Wohnungen in Deutschland, Schweden und Österreich. Das waren fast 5.000 Wohnungen weniger als im Vorjahreszeitraum.

Derweil profitiert Vonovia weiterhin wie alle Vermieter von einer hohen Nachfrage nach Wohnraum in den Ballungsgebieten. Die monatliche Miete stieg in den ersten sechs Monaten bis Ende Juni im Jahresvergleich auf im Schnitt 8,51 Euro pro Quadratmeter. Das waren 3,5 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Die Mieten betrugen in Deutschland im Schnitt 8,32 Euro pro Quadratmeter.

Ebitda um 2,4 Prozent gestiegen

Unter anderem wegen der höheren Mieten lief es im operativen Geschäft für das Unternehmen besser: Der bereinigte Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) legte auch dank guter Geschäfte mit Dienstleistungen rund um die Immobilie im Jahresvergleich um 2,4 Prozent auf 1,45 Milliarden Euro zu. Deutlich weniger verdiente Vonovia hingegen im Segment Development.

Das Unternehmen begründete dies mit Marktunsicherheiten, die auch im Neubau zu spüren seien. Zudem hatte Vonovia im Vorjahreszeitraum ein Grundstück an das Land Berlin verkauft, das 53 Millionen Euro zum Ergebnis beigesteuert hatte.

Unter dem Strich ging der auf die Aktionäre anfallende bereinigte Gewinn im ersten Halbjahr vor allem wegen höherer Finanzierungskosten um knapp fünf Prozent auf rund 772 Millionen Euro zurück. (dpa-AFX)


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