Patrizia: Fundraising zieht im zweiten Quartal kräftig an

Google Cash. bei Google als bevorzugte Quelle markieren
Hauptsitz der Patrizia in Augsburg
Foto: Patrizia
Hauptsitz der Patrizia in Augsburg.

Der Immobilienkonzern Patrizia hat im ersten Halbjahr 2026 das operative Ergebnis deutlich gesteigert. Kostendisziplin, höhere Effizienz und eine Belebung des Fundraisings tragen zur Entwicklung bei. Für das Gesamtjahr hält das Unternehmen an seiner Prognose fest.

Der Immobilien- und Investmentmanager Patrizia hat im ersten Halbjahr 2026 das operative Ergebnis deutlich verbessert. Wie das Unternehmen mitteilt, stieg das Ebitda (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 46,6 Prozent auf 42,7 Millionen Euro. Die Ebitda-Marge erhöhte sich von 21,5 auf 31,6 Prozent. Ausschlaggebend seien vor allem ein konsequentes Kostenmanagement und eine höhere operative Effizienz gewesen.


Das könnte Sie auch interessieren:

Den Angaben zufolge überstiegen die wiederkehrenden Verwaltungsgebühren die Aufwandsposten weiterhin. Das unterstreiche die Stabilität der Erträge und bilde die Grundlage für profitables Wachstum.

Auch die Finanzkraft wurde nach Unternehmensangaben weiter gestärkt. Die verfügbare Liquidität erhöhte sich auf 122,2 Millionen Euro. Die Netto-Eigenkapitalquote lag bei 72,7 Prozent.

Fundraising zieht im zweiten Quartal an

Das Marktumfeld für Real Assets habe sich im ersten Halbjahr schrittweise erholt, wenn auch regional und sektoral unterschiedlich. Vor diesem Hintergrund stieg das Volumen der unterzeichneten Transaktionen um 15,6 Prozent auf 1,6 Milliarden Euro. Das Volumen der abgeschlossenen Transaktionen sank dagegen von 1,5 Milliarden Euro auf 1,1 Milliarden Euro und spiegele damit das weiterhin langsame Tempo der Markterholung wider.

Deutlich dynamischer entwickelte sich das Fundraising. Das von (vermutlich überwiegend institutionellen) Kunden eingeworbene Eigenkapital stieg auf 0,8 Milliarden Euro nach 0,3 Milliarden Euro im Vorjahreszeitraum. Nachdem im ersten Quartal lediglich 0,1 Milliarden Euro eingeworben worden waren, beschleunigte sich die Entwicklung im zweiten Quartal nach Angaben von Patrizia deutlich.

Die gesamten Gebühreneinnahmen blieben mit 127,3 Millionen Euro nahezu auf Vorjahresniveau. Die wiederkehrenden Verwaltungsgebühren gingen leicht auf 110,2 Millionen Euro zurück, nachdem der Vergleichszeitraum von höheren entwicklungsbezogenen Dienstleistungsgebühren profitiert hatte. Die Transaktionsgebühren stiegen auf 3,8 Millionen Euro, während die leistungsabhängigen Gebühren um 16,8 Prozent auf 13,2 Millionen Euro zulegten. Verantwortlich dafür seien vor allem höhere Ausschüttungen von Dawonia sowie Gebühren aus Veräußerungen gewesen.

Niedrigere Kosten verbessern Ergebnis

Die um Reorganisationsaufwendungen bereinigten Aufwandsposten sanken um 10,9 Prozent auf 99,8 Millionen Euro. Maßgeblich dafür waren niedrigere Personalkosten infolge einer geringeren Zahl von Vollzeitstellen sowie rückläufige sonstige betriebliche Aufwendungen.

Der Periodenüberschuss erhöhte sich von 4,7 Millionen Euro auf 14,7 Millionen Euro. Die Assets under Management beliefen sich zum 30. Juni auf 55,9 Milliarden Euro nach 56,2 Milliarden Euro zum Jahresende 2025. Der leichte Rückgang sei im Wesentlichen auf Veräußerungen zurückzuführen.

Patrizia bestätigt zugleich die Prognose für das Gesamtjahr. Das Unternehmen rechnet weiterhin mit Assets under Management zwischen 55,0 und 60,0 Milliarden Euro sowie einem Ebitda zwischen 60,0 und 75,0 Millionen Euro. Die Ebitda-Marge soll zwischen 22,0 und 26,5 Prozent liegen.

CEO Asoka Wöhrmann sagt: „Das erste Halbjahr 2026 war von einer schrittweisen Erholung des Fundraisings geprägt, wobei die Kundenaktivität im zweiten Quartal nach einem verhaltenen Jahresauftakt an Fahrt gewann. Während sich die Märkte für Real Assets auf einem teilweise uneinheitlichen Erholungspfad befinden, festigen sich die zugrunde liegenden Fundamentaldaten zunehmend.“

CFO Martin Praum verweist zudem auf den Verkauf von Wohnungen: „Gestützt durch die Realisierung der ersten Exit-Carry-Tranche in einem unserer Wohnimmobilienportfolios konnten wir unsere Beteiligungen und laufenden Erträge steigern, Dividendenzahlungen decken und gleichzeitig unsere verfügbare Liquidität erhöhen.“


Top-Ergebnisse bei Markt-Mediastudien


Weitere Artikel
Abonnieren
Benachrichtigen bei
0 Comments