Die deutsche Industrie blickt so optimistisch auf ihr Exportgeschäft wie seit Beginn des Kriegs in der Ukraine nicht mehr. Die Ifo-Exporterwartungen stiegen im Oktober von 9,0 auf 12,2 Zähler, wie das Münchner Ifo-Institut berichtete. Haupttreiber der Verbesserung ist die Automobilindustrie, die ihre Exportprognosen binnen eines Monats deutlich nach oben korrigierte.
„Vor allem die Automobilindustrie hat ihre Exportaussichten deutlich nach oben korrigiert“, sagt Klaus Wohlrabe, Leiter der Ifo-Umfragen.
Automobilindustrie treibt Ifo-Exporterwartungen nach oben
Noch im September lagen die Exporterwartungen der Autobranche mit minus 15,1 Punkten klar im negativen Bereich. Im Oktober sprangen sie dagegen auf plus 12,7 Zähler - ein Plus von mehr als 27 Punkten innerhalb eines Monats. Der positive Wert bedeutet: Mehr Unternehmen rechnen mit steigenden Exporten als mit sinkenden. Damit liegt der Abstand bei 12,7 Prozentpunkten.
Getränkehersteller führen die Exporterwartungen an
Der Aufschwung beschränkt sich laut Ifo-Institut allerdings nicht auf die Automobilindustrie. „Auch in vielen anderen Industriebranchen stehen die Zeichen auf Exportwachstum“, sagt Wohlrabe. Am optimistischsten blicken demnach die Getränkehersteller auf ihr Exportgeschäft: Ihr Indexwert liegt bei 57,7 Punkten. Dahinter folgen in absteigender Reihenfolge die Hersteller von Datenverarbeitungsgeräten, die Branche für elektrische Ausrüstungen, die Textil- und Bekleidungsindustrie sowie der Maschinenbau. Ihre Werte liegen zwischen 29,1 und 15,7 Punkten.
Leicht im negativen Bereich bewegen sich die Ifo-Exporterwartungen dagegen etwa in der Chemiebranche sowie der Papierindustrie.














