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Interview GreenBESS: „Photovoltaik-Projekte brauchen heute Batteriespeicher“ 

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Großkrüger: Bei Photovoltaikprojekten mit Batteriespeicher kalkulieren wir in einem konservativen Szenario mit etwa sieben bis acht Prozent Gesamtkapitalrendite pro Jahr. Eine Eigenkapitalrendite lässt sich oft nicht sinnvoll ermitteln, sofern der Kunde das Eigenkapital komplett durch die Steuererstattung erbringt. Denn in dem Fall setzt er rechnerisch gar kein Eigenkapital ein und die Rendite wäre unendlich hoch.

Das Fremdkapital nimmt der Kunde dann persönlich auf?

Großkrüger: Ja, in der Regel werden etwa 80 Prozent des Kaufpreises fremdfinanziert. Wir empfehlen unseren Kunden zunächst, auch ihre Hausbank anzusprechen, weil diese ihre wirtschaftliche Situation meist am besten kennt. Zusätzlich arbeiten wir mit Banken zusammen, die das jeweilige Projekt bereits vorab geprüft haben und alle Käufer zu einheitlichen Konditionen finanzieren, sofern diese die vereinbarten Kriterien erfüllen. Die Finanzierungsvermittlung übernimmt dann ein entsprechend zugelassener Finanzierungspartner.

Ivica Perić: „Das Wirtschaftsgut bleibt vollständig Eigentum des Käufers – er kann es jederzeit verkaufen, verschenken oder vererben.“ / Foto: Florian Sonntag

Perić: Es gibt aber auch Kunden, die vollständig mit Eigenkapital investieren und überhaupt keine Finanzierung benötigen.

Welche Zulassung benötigt ein Vermittler?

Perić: Wer das Modell gewerblich vertreibt, benötigt grundsätzlich eine Gewerbeerlaubnis. Spezielle Zulassungen zum Beispiel nach Paragraf 34f GewO sind nicht erforderlich.

Großkrüger: Unabhängig davon erwarten wir von unseren Vertriebspartnern eine Vermögensschadenhaftpflichtversicherung und eine professionelle Arbeitsweise. Außerdem prüfen wir sehr genau, mit wem wir zusammenarbeiten. Unser Vertrieb wird regelmäßig geschult. Für uns ist entscheidend, dass Käufer korrekt beraten werden. Falsche Versprechungen fallen am Ende auf uns zurück. Deshalb suchen wir keine Verkäufer, sondern Berater mit fundiertem Fachwissen.

Ihre Vertriebspartner vermitteln aber nicht ausschließlich solche Modelle?

Großkrüger: Teilweise durchaus. Die meisten kommen ursprünglich aus der Finanz-, Versicherungs- oder Vermögensberatung. Viele haben erkannt, dass dieses Geschäftsmodell sehr interessant ist und konzentrieren sich inzwischen überwiegend darauf. Einige betreiben es nebenberuflich, der Schwerpunkt unserer Zusammenarbeit liegt jedoch bei Beratern, die sich auf dieses Thema spezialisiert haben.

Perić: Wer nur gelegentlich einen Interessenten hat, kann als Tippgeber tätig werden. Er stellt den Kontakt her, die eigentliche Beratung übernehmen dann unsere qualifizierten Berater, beispielsweise von Green Life Investment.

Letzte Frage: Welche Pläne haben Sie für die kommenden Jahre?

Großkrüger: Unser Ziel ist, in diesem Jahr Projekte mit einer Gesamtleistung von rund 50 Megawatt zu realisieren. 20 Megawatt wurden bereits über unsere Stand-alone-Batteriespeicherprojekte platziert. Hinzu kommen vier Photovoltaikparks mit zusammen rund 28 Megawatt, die derzeit strukturiert werden und die kurzfristig in die Vermarktung gehen. Für das kommende Jahr planen wir, das Volumen auf rund 100 Megawatt auszubauen. Insgesamt sprechen wir bei 50 Megawatt über ein Investitionsvolumen von rund 40 bis 50 Millionen Euro und bei 100 Megawatt über etwa 90 bis 100 Millionen Euro. 

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