Fondspolicen stehen seit Jahren im Spannungsfeld zwischen Investmentlösung und Vorsorgeinstrument. Während ETF-Depots und digitale Vermögensverwaltungen an Bedeutung gewinnen, suchen Vermittler nach Konzepten, die über den reinen Marktzugang hinausgehen und Kunden auch in schwierigen Börsenphasen verlässlich begleiten. Genau hier setzen moderne Produktansätze an, die das Verhalten der Anleger stärker in den Mittelpunkt stellen.
Klassische Fondspolicen bieten in der Regel eine breite Fondsauswahl und steuerliche Vorteile, überlassen jedoch die konkrete Steuerung weitgehend dem Kunden oder Berater. Gerade in volatilen Marktphasen führt das häufig zu prozyklischem Verhalten: Anleger steigen zu spät ein, sichern Gewinne nicht konsequent oder reagieren emotional auf Kursverluste. Für Vermittler bedeutet das nicht nur erhöhten Beratungsaufwand, sondern auch die Herausforderung, Kunden dauerhaft diszipliniert investiert zu halten. „Herkömmliche Lösungen bieten lediglich Zugang zu den Finanzmärkten. Weder helfen sie Kunden, von Schwankungen zu profitieren, noch bieten sie Beratern ein strukturiertes, automatisiertes und systematisches Konzept“, beschreibt Furio Pietribiasi, CEO von Mediolanum International Funds, diese Schwächen klassischer Ansätze.
Einen anderen Ansatz verfolgt der Mediolanum Life Plan. Im Zentrum steht ein regelbasierter Investmentmechanismus, der systematisch auf Marktbewegungen reagiert und damit das Timing-Risiko reduziert. Statt eines sofortigen Markteinstiegs wird das Kapital zunächst in einen defensiven Euro-Rentenfonds investiert und anschließend über mehrere Jahre schrittweise in Aktienstrategien überführt. Dieser gleitende Einstieg nutzt den Cost-Average-Effekt und sorgt für einen strukturierten Übergang in chancenreichere Anlageklassen. Besonders prägend ist die dynamische Steuerung während der Laufzeit. Bei fallenden Märkten erhöht der Mechanismus automatisch die Investitionsschritte und nutzt niedrigere Kurse gezielt für den Vermögensaufbau. In steigenden Märkten werden dagegen Gewinne systematisch gesichert, indem Mittel wieder in defensivere Segmente zurückgeführt werden. Damit entsteht ein antizyklischer Prozess, der ohne laufende Eingriffe funktioniert und emotionale Fehlentscheidungen weitgehend ausschließt. „Der Mediolanum Life Plan nutzt Marktvolatilität als Chance für die Kunden, statt sie als Risiko zu betrachten“, so Pietribiasi.
Für Vermittler liegt der Mehrwert vor allem in der Entlastung im Tagesgeschäft. Die kontinuierliche Portfolioanpassung erfolgt regelbasiert im Hintergrund, sodass Berater nicht auf jede Marktbewegung reagieren müssen. Gleichzeitig bleibt ihre Rolle als strategischer Ansprechpartner erhalten, etwa bei der Definition von Zielen, der Anpassung von Beiträgen oder der langfristigen Finanzplanung. Das eröffnet Freiräume für die Kundenbetreuung und die Gewinnung neuer Mandate. Auch im Wettbewerb mit ETF-Depots und klassischen Vermögensverwaltungen positioniert sich ein solcher Ansatz bewusst anders. Während passive Lösungen stark auf Eigenverantwortung und Marktdisziplin der Anleger setzen, integriert der Mediolanum Life Plan diese Disziplin direkt in die Produktstruktur. Hinzu kommt die breite Diversifikation über mehrere institutionelle Manager sowie der versicherungsrechtliche Rahmen, der steuerliche Vorteile und Möglichkeiten in der Nachlassplanung bietet.
Mit der Weiterentwicklung zum Mediolanum Life Plan 2.0 wurde dieses Konzept weiter geschärft. Die Investmentlogik ist stärker standardisiert und noch konsequenter automatisiert. Der schrittweise Markteinstieg sowie die Mechanismen zur Nutzung von Marktbewegungen sind klar definiert und systematisch umgesetzt. Ziel ist eine noch höhere Prozessstabilität und Skalierbarkeit, insbesondere für den Einsatz im Maklermarkt. Gleichzeitig bleibt die Flexibilität erhalten: Einmalbeiträge, laufende Einzahlungen, Zuzahlungen und Entnahmen lassen sich weiterhin in die Gesamtstrategie integrieren.
Für die Beratungspraxis ergeben sich daraus vielfältige Einsatzmöglichkeiten. Insbesondere bei größeren Einmalanlagen oder langfristigen Sparzielen wie Altersvorsorge, Vermögensaufbau oder Generationenplanung spielt der strukturierte Markteinstieg seine Stärken aus. Anstatt Kapital ungenutzt zu lassen oder einem ungünstigen Einstiegszeitpunkt auszusetzen, wird es diszipliniert und schrittweise investiert.
Insgesamt zeigt sich, dass sich Fondspolicen zunehmend vom reinen Produkt hin zu einem gesteuerten Investmentprozess entwickeln. Lösungen wie der Mediolanum Life Plan und seine Weiterentwicklung stehen exemplarisch für diesen Wandel. Sie verbinden Kapitalmarktzugang, Versicherungsvorteile und ein regelbasiertes Management zu einem integrierten Ansatz, der sowohl Berater entlastet als auch das Anlegerverhalten systematisch verbessert.
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