Der kräftig gestiegene Ölpreis beschert dem französischen Energiekonzern Totalenergies weiterhin hohe Gewinne. Treiber ist der Krieg der USA und Israels gegen den Iran. Wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte, kletterte der Nettogewinn im dritten Quartal um rund die Hälfte gegenüber dem Vorquartal. Er liegt nun bei fast 8,4 Milliarden US-Dollar, umgerechnet 7,5 Milliarden Euro. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum hat sich der Überschuss damit mehr als verdoppelt. Totalenergies ist ein Konkurrent der Ölkonzerne Shell und ExxonMobil.
Iran-Krieg und Straße von Hormus treiben den Ölpreis
Auslöser der Entwicklung ist der Angriff der USA und Israels auf den Iran Ende Februar 2026. Seitdem liegt der Ölpreis deutlich über dem Stand vor Kriegsbeginn. Ein Grund dafür ist der gestörte Tankerverkehr durch die Straße von Hormus. Die Meerenge gilt als zentrales Nadelöhr für den weltweiten Öltransport. Die höheren Rohstoffpreise schlagen sich entsprechend direkt in den Bilanzen der großen Ölkonzerne nieder.
Hoher Ölpreis befeuert die Debatte um einen Spritpreisdeckel
Weil Öl und Benzin deutlich teurer geworden sind und die Ölkonzerne dabei kräftig verdienen, ist inzwischen eine politische Debatte entbrannt. Mehrere Stimmen fordern von der Bundesregierung einen Spritpreisdeckel anstelle des bisherigen Tankrabatts. Der aktuelle Ölpreis und die Gewinnsprünge der Branche befeuern diese Debatte zusätzlich.
Totalenergies kündigt milliardenschweren Aktienrückkauf an
Angesichts der hohen Gewinne will Totalenergies eigene Aktien zurückkaufen. Der Aktienrückkauf soll ein Volumen von 2,5 Milliarden Dollar haben. Er ist für das laufende vierte Quartal und das erste Quartal des kommenden Jahres geplant.













