Die OVB Holding AG hat im Geschäftsjahr 2025 ihre Erträge aus Vermittlungen um 8,2 Prozent auf 437,2 Millionen Euro gesteigert und damit einen neuen Höchstwert erreicht. Wachstumstreiber war insbesondere das Segment Mittel- und Osteuropa.
Das operative Ergebnis ging hingegen deutlich zurück. Das EBIT lag bei 10,6 Millionen Euro nach 20,3 Millionen Euro im Vorjahr. Neben Investitionen in die digitale Transformation belastete ein Sondereffekt das Ergebnis. Im Zuge der Liquidation eines Produktpartners entstanden zusätzliche Rechts- und Beratungskosten sowie Rückstellungen.
„2025 war für uns ein herausforderndes Jahr, das differenziert zu betrachten ist. Unsere Ertragslage war durch einen temporären Sondereffekt negativ beeinflusst. Dennoch blieb unsere Vertriebskraft unverändert hoch: Bereits das sechste Jahr in Folge steigerte der Konzern den Umsatz deutlich. Zudem haben wir unsere Kunden- und Vermittlerbasis weiter ausgebaut und neue historische Bestmarken erreicht“, sagte CEO Mario Freis.
Die Zahl der betreuten Kundinnen und Kunden stieg um 4,1 Prozent auf 4,90 Millionen. Gleichzeitig erhöhte sich die Zahl der hauptberuflichen Finanzvermittlerinnen und Finanzvermittler um 4,2 Prozent auf 6.539.
Regional zeigt sich ein differenziertes Bild. Das Segment Mittel- und Osteuropa steigerte die Erträge aus Vermittlungen um 15,8 Prozent auf 263,3 Millionen Euro. Im Vorjahr lagen diese noch bei 227,3 Millionen Euro. Auch das operative Ergebnis der Region verbesserte sich deutlich auf 29,7 Millionen Euro nach 23,9 Millionen Euro.
In Deutschland gingen die Erträge hingegen auf 59,4 Millionen Euro zurück, nach 61,1 Millionen Euro im Vorjahr. Hintergrund sind unter anderem Investitionen in die Weiterentwicklung des Vertriebs und der Führungskräfte. Auch in Süd- und Westeuropa zeigte sich ein leichter Rückgang auf 114,5 Millionen Euro. Hier wirkte sich zusätzlich der Sondereffekt aus, der zu einem negativen EBIT im Segment führte.
Für das Geschäftsjahr 2026 erwartet OVB weiteres Wachstum. Die Erträge aus Vermittlungen sollen in einer Bandbreite von 430 bis 470 Millionen Euro liegen. Für das operative Ergebnis wird ein Korridor von 10 bis 15 Millionen Euro prognostiziert.














