Rheinmetall-Tochter erhält Millionenförderung für E-Mobilität

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Neue Kondensatoren sollen Elektroantriebe kompakter und leistungsfähiger machen
Bild: KI-generiert mit ChatGPT / DALL·E
Rheinmetall-Tochter erhält Fördergelder für E-Mobilität

Pierburg Pump Technology erhält rund 1,5 Millionen Euro Fördermittel für die Weiterentwicklung neuartiger NanoLam-Kondensatoren. Am Standort Hartha sollen die Voraussetzungen für eine automatisierte Großserienfertigung entstehen. Die Technologie könnte Elektroantriebe entscheidend verbessern.

Die Rheinmetall-Tochter Pierburg Pump Technology treibt am sächsischen Standort Hartha die Entwicklung leistungsfähiger Kondensatoren für die Elektromobilität voran. Für das Forschungsprojekt NanoLink erhält das Unternehmen rund 1,5 Millionen Euro von der Sächsischen Aufbaubank. Insgesamt sind Investitionen von mehr als 4,4 Millionen Euro vorgesehen.

Die Förderung stammt aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung und aus Steuermitteln des Freistaates Sachsen. Das im Juni 2025 gestartete Projekt läuft bis zum 31. Januar 2028.

Im Mittelpunkt stehen neue Produktionsprozesse und Analysemethoden für sogenannte Zwischenkreis-Kondensatoren auf Basis der NanoLam-Technologie. Solche Bauteile übernehmen wichtige Aufgaben in elektrischen Antriebssträngen und sollen künftig unter anderem in Elektrofahrzeugen der nächsten Generation eingesetzt werden.

NanoLam-Kondensatoren sollen Gewicht und Bauraum reduzieren

Am Standort Hartha betreibt Pierburg Pump Technology nach eigenen Angaben die erste europäische Demonstrationsanlage zur Herstellung von NanoLam-Kondensatoren. Anders als bei klassischen Kondensatoren entstehen die dielektrischen Schichten dabei aus Duroplasten im Submikrometerbereich.

Gegenüber etablierten Kondensatoren aus Polypropylenfolie sollen die Bauteile bei gleicher Kapazität kompakter und leichter sein. Zugleich weisen sie laut Unternehmen eine höhere Temperaturbeständigkeit, Spannungsfestigkeit und Wärmeleitfähigkeit auf. Dadurch könnten sie Anwendungen ermöglichen, die mit herkömmlicher Kondensatortechnik bislang nicht umsetzbar sind.

Im Projekt NanoLink sollen die einzelnen Fertigungsschritte systematisch auf eine spätere Großserienproduktion vorbereitet werden. Im Fokus stehen dabei Wirtschaftlichkeit, Energieeffizienz und Automatisierbarkeit. Gleichzeitig sollen Qualität und Zuverlässigkeit der Bauteile erhalten bleiben.

Forschungspartner entwickeln Verfahren für die Großserie

An dem Projekt beteiligen sich neben Pierburg Pump Technology die Akon GmbH aus Geringswalde, die Technische Universität Chemnitz und das Laserinstitut Hochschule Mittweida. Die Partner bringen Fachwissen aus Produktionstechnik, Materialforschung und Lasertechnologie ein.

Die geplante Fertigung soll die regionale Wertschöpfung stärken und die Abhängigkeit von internationalen Lieferketten verringern. Neben der Automobilindustrie sieht Rheinmetall mögliche Einsatzfelder für die NanoLam-Technologie auch in anderen Branchen.

Der Standort Hartha gehört seit mehr als 30 Jahren zum Rheinmetall-Konzern. Auf einer Fläche von 45.000 Quadratmetern arbeiten dort derzeit rund 400 Beschäftigte. Zum Produktportfolio zählen unter anderem Wasserstoff-Rezirkulationsgebläse und Hochvolt-Kühlmedienpumpen für Brennstoffzellenanwendungen.


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