Sieben Milliarden Euro Portfolio: VBL strukturiert Wohnimmobilienbestand neu

Moderne braune Wohngebäude aus backstein mit Balkonen, Reihenhäuser, Mehrfamilienhäuser, Bremen, Deutschland
Foto: AdobeStock/Symbolfoto
Die Versorgungsanstalt des Bundes und der Länder (VBL) richtet ihren Wohnimmobilienbestand strategisch neu aus.

Die VBL stellt ihr Wohnimmobilienportfolio neu auf und bündelt Teile künftig in einem Fonds. Ziel ist eine effizientere Steuerung sowie die langfristige Sicherung und Modernisierung des Bestands. Für Mieterinnen und Mieter soll sich dabei nichts ändern.

Die Versorgungsanstalt des Bundes und der Länder (VBL) richtet ihren Wohnimmobilienbestand strategisch neu aus. Teile des Portfolios mit einem Marktwert von rund sieben Milliarden Euro werden künftig in den Immobilienfonds „Via Nova Wohnen“ eingebracht. Mit der Neustrukturierung reagiert die VBL auf steigende Anforderungen, insbesondere im Bereich Klimaschutz und nachhaltige Bestandsentwicklung.

Ziel ist es, die Immobilien langfristig zu sichern und gleichzeitig Investitionen in Sanierung und Modernisierung zu bündeln. Die Maßnahme dient zudem dazu, die Steuerung des Portfolios zu verbessern und Voraussetzungen für den weiteren Ausbau von Wohnraum zu schaffen. Die VBL verfolgt dabei weiterhin das Ziel, zusätzliche Wohnungen zu realisieren.

Fondsstruktur soll Nachhaltigkeitsziele unterstützen

Die Einbringung in den Fonds ist ausdrücklich kein Verkauf. Die VBL bleibt über ihre Anteile wirtschaftliche Eigentümerin und behält die strategische Kontrolle über den Bestand. Für Mieterinnen und Mieter ergeben sich keine Änderungen.


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Bestehende Mietverhältnisse bleiben unverändert, ebenso die Bewirtschaftung vor Ort und die bekannten Ansprechpartner. Die neue Struktur unterstützt auch die übergeordneten Nachhaltigkeitsziele der VBL. Das Institut hat sich vorgenommen, seine Kapitalanlagen bis 2050 treibhausgasneutral auszurichten.

Partner für Verwaltung und Asset Management

Die Fondsstruktur soll langfristige und gebündelte Investitionen ermöglichen, insbesondere in die schrittweise Dekarbonisierung des Bestands. Für die Umsetzung arbeitet die VBL mit Union Investment als Kapitalverwaltungsgesellschaft zusammen.

Union Investment übernimmt die regulatorische und organisatorische Steuerung des Fonds. Ergänzend ist Swiss Life Asset Managers als Portfolio- und Asset-Manager eingebunden und verantwortet das Management der Immobilienstruktur. Dabei kommt eine digitale Plattform zum Einsatz, über die Investitionen, ESG-Maßnahmen und die Weiterentwicklung des Bestands gesteuert werden.

„Mit der strategischen Neuaufstellung schaffen wir die Grundlage, unseren Wohnungsbestand langfristig verantwortungsvoll weiterzuentwickeln. Unser Ziel ist es, die Gebäude zukunftsfähig aufzustellen, verlässlich Wohnraum zu sichern und die anstehenden Herausforderungen im Bestand planvoll und nachhaltig anzugehen“, sagt Dr. Michael Leinwand, Vorstandsmitglied der VBL.

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