Kaufpreise an Nord- und Ostsee: Wo Wohneigentum am Meer was kostet

Quelle: ImmoScout24
Anwesen auf Sylt. Angebotspreis: 11,7 Millionen Euro.

Wer an der deutschen Küste kaufen möchte, trifft auf sehr unterschiedliche Märkte. Eine Auswertung von ImmoScout24 zeigt, wo die Preise am höchsten sind – und wo sich günstigere Einstiegsmöglichkeiten finden. Überraschung: Bei Wohnungen liegt nicht Sylt vorn.

Häuser auf Sylt kosten im Durchschnitt 12.395 Euro pro Quadratmeter. Das ist – wenig überraschend – der höchste Wert unter allen Orten, die ImmoScout24 in einer aktuellen Auswertung der durchschnittlichen Angebotspreise in den ausgewählten Nord- und Ostseeregionen analysiert hat. Bei Eigentumswohnungen hingegen führt nicht Sylt, sondern Borkum das Ranking an. Die Analyse zeigt, wie stark die Preise je nach Ort, Küstenabschnitt und Objektart auseinanderdriften.


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Auf Platz zwei bei den Hauspreisen an der Nordsee folgt Wittdün auf Amrum mit 6.899 Euro pro Quadratmeter. Häuser in Wyk auf Föhr werden im Schnitt für 5.777 Euro, in St. Peter-Ording für 5.375 Euro und auf Norderney für 4.707 Euro pro Quadratmeter angeboten. Sylt liegt damit fast doppelt so hoch wie der nächste Vergleichsort.

Ostsee: Warnemünde und Timmendorfer Strand an der Spitze

An der Ostsee erreicht Rostock-Warnemünde mit 5.476 Euro pro Quadratmeter den höchsten durchschnittlichen Hauspreis unter den betrachteten Orten. Es folgen Timmendorfer Strand mit 5.267 Euro, Kühlungsborn mit 4.580 Euro, Heringsdorf auf Usedom mit 4.327 Euro und Sellin auf Rügen mit 4.163 Euro pro Quadratmeter.

Bei Eigentumswohnungen führt an der Nordsee Borkum mit 9.735 Euro pro Quadratmeter vor Norderney (9.324 Euro), Juist (9.024 Euro) und Sylt (8.821 Euro). An der Ostsee liegt Timmendorfer Strand mit 5.944 Euro pro Quadratmeter vorn, gefolgt von Rostock-Warnemünde mit 5.656 Euro, Lübeck-Travemünde mit 4.807 Euro, Heringsdorf mit 4.806 Euro und Kühlungsborn mit 4.778 Euro. Die Rügen-Orte Binz und Sellin kommen auf 4.506 beziehungsweise 3.971 Euro pro Quadratmeter.

Dr. Gesa Crockford, Geschäftsführerin von ImmoScout24, verweist auf Fehmarn als Beispiel dafür, dass eine Insellage nicht automatisch Spitzenpreise bedeute: „Unter den betrachteten Inseln bietet Fehmarn bei Häusern den niedrigsten Quadratmeterpreis und damit eine attraktive Möglichkeit, den Traum vom Wohnen an der Küste zu verwirklichen.“

Luxussegment: Sylter Anwesen bis zu 11,7 Millionen Euro

Im Luxussegment dominiert Sylt das Nordsee-Ranking deutlich. Die fünf exklusivsten Nordsee-Häuser der Auswertung befinden sich alle auf der Insel, mit Gesamtkaufpreisen zwischen 7,95 und 11,7 Millionen Euro. Das teuerste Angebot ist den Angaben zufolge ein Anwesen mit Pferdehaltung für 11,7 Millionen Euro. Im oberen Preissegment werden Quadratmeterpreise von bis zu 41.000 Euro erreicht.

An der Ostsee stechen Kappeln und die Schlei-Region hervor: Vier der fünf Luxusangebote in diesem Bereich liegen dort. Das höchste aktuelle Angebot ist eine Reetdachvilla mit eigenem Wasserzugang zur Schlei in Kappeln für 4,85 Millionen Euro. Weitere Objekte im Hochpreissegment umfassen reetgedeckte Häuser in Strandlage sowie eine Architektenvilla mit Pool an der Flensburger Förde. Die Gesamtkaufpreise an der Ostsee reichen im Luxussegment von 3,45 bis 4,85 Millionen Euro.

DAS SAGT DIE REDAKTION

Stefan Löwer
Stefan Löwer Ressortleiter Sachwertanlagen & Immobilien, Ressortleiter Finanzberater

Dass Sylt bei Wohnungen nur Platz vier belegt, liegt wahrscheinlich daran, dass es dort auch Wohnungen in wenig ansehnlichen Häusern und Wohnblöcken aus den 1960er/70er Jahren gibt, die den Schnitt drücken dürften. Eine aktuelle Auswertung bei ImmoScout24 zeigt: Neubauwohnungen auf Sylt liegen durchweg weit über 12.000 Euro pro Quadratmeter (Maximum: 26.000 Euro).


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