In Zeiten von Inflation und steigenden Fixkosten schauen viele Deutsche genauer auf ihr Konto. Doch wo wird wirklich gespart und welche Ausgaben sind für das persönliche Wohlbefinden heilig?
Um das herauszufinden, hat Finanzdienstleister Sumup 1.500 Menschen in einer repräsentativen Umfrage zu ihren Prioritäten befragt – mit spannenden Ergebnissen.
Welche Ausgaben sind den Deutschen am wichtigsten?
Auf die Frage, auf welche Ausgaben sie in ihrem monatlichen Budget auf keinen Fall verzichten würden, landet Essen gehen mit 36 % auf Platz eins. Damit liegt der Restaurantbesuch noch vor klassischen Konsumkategorien wie Kleidung (31 %) oder Streaming-Abos (29 %).
Auch persönliche Pflege und kleine Alltagsluxusgüter spielen eine wichtige Rolle: 26 % nennen Skincare- oder Kosmetikprodukte als unverzichtbar, gefolgt von Friseur-Besuchen (23 %) und Büchern (21 %).
Das sind die Top 10 unverzichtbaren Ausgaben:
| Kategorie | Anteil Befragter | Frauen | Männer |
| Restaurantbesuche | 36 % | 34 % | 38 % |
| Kleidung / Accessoires | 31 % | 35 % | 27 % |
| Streaming-Dienste | 29 % | 28 % | 29 % |
| Hautpflege & Kosmetik | 26 % | 39 % | 14 % |
| Rauchen / Vaping | 24 % | 24 % | 23 % |
| Friseurbesuche | 23 % | 25 % | 22 % |
| Bücher | 21 % | 25 % | 17 % |
| Entertainment (Kino, Gigs) | 20 % | 21 % | 20 % |
| Kurz-Urlaube / Staycations | 20 % | 18 % | 21 % |
| Premium-Lebensmittel | 19 % | 18 % | 20 % |
Ein Blick auf die Geschlechter zeigt klare Prioritäten: Frauen setzen stärker auf Selbstpflege und Lifestyle wie Kosmetik (39 % vs. 14 % bei Männern), Kleidung (35 % vs. 27 %) und Bücher (25 % vs. 17 %). Auch Nail- und Beauty-Behandlungen spielen fast ausschließlich bei Frauen eine Rolle (17 % vs. 2 %).
Männer priorisieren Freizeit und Ausgehen: Bars und Pubs sind für Männer deutlich wichtiger (18 % vs. 10 % bei Frauen), ebenso Gaming-Abos und Kurzreisen (21 % vs. 18%).
Generationen-Check: Gen Z streamt, Boomer pflegen Traditionen
Gen Z & Millennials (18-34 Jährige): Für die jüngeren Generationen sind Streaming-Dienste fast lebensnotwendig (41 % bei den 18-24-Jährigen). Auch das Fitnessstudio und „Health Gadgets“ (wie Apps oder Tracker) haben hier eine deutlich höhere Priorität als bei den Über-55-Jährigen.
Generation 55+: Hier steht Beständigkeit im Fokus. Der Friseurbesuch ist für jeden Dritten (33 %) dieser Altersgruppe unverhandelbar (im Vergleich zu nur 15 % bei den 18-24-Jährigen). Auch Bücher (27 %) und qualitativ hochwertige Premium-Lebensmittel genießen bei den Älteren einen deutlich höheren Stellenwert.
Wo sparen die Deutschen?
Bei der Frage, bei welchen Ausgaben sie am ehesten zurückstecken würden um Geld zu sparen; zeigt sich ein klares Bild. Bequemlichkeit wird als Erstes geopfert:
- Taxis & Ride-Sharing: 36 % würden sofort auf das Taxi verzichten und auf ÖPNV umsteigen.
- Wellness & Spa: 32 % sehen Massagen und Wellness-Behandlungen als verzichtbaren Luxus.
- To-Go-Kaffee: 31 % würden den Coffee-Shop-Besuch streichen, um zu sparen.
Eins ist sicher: Steigende Lebenshaltungskosten beeinflussen das Ausgabeverhalten in Deutschland erheblich. 50 % aller Befragten geben an, ihre Ausgaben aufgrund der Inflation heute deutlich mehr einzuschränken als noch vor einigen Jahren.
Beim Thema Sparen vs. Ausgeben scheiden sich jedoch die Geister: Während fast die Hälfte (45 %) darauf setzt, im Alltag zurückzustecken und lieber auf große Ausgaben wie einen Jahresurlaub zu sparen, gönnen sich weitere 49 % kleine Luxusmomente im Alltag – auch, weil große Anschaffungen wie ein Eigenheim unerreichbar scheinen.
Weitere Befunde der Studie und Infos zu Sumup gibt es unter: https://www.sumup.com/de-de/business-guide/worauf-die-deutschen-nicht-verzichten-wollen/













